11 March 2026, 18:17

BGH-Urteil: Deutsche Bank verliert Postbank-Streit nach über einem Jahrzehnt

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

BGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - BGH-Urteil: Deutsche Bank verliert Postbank-Streit nach über einem Jahrzehnt

Jahre langer Rechtsstreit zwischen Deutsche Bank und ehemaligen Postbank-Aktionären endet mit Urteil

Der seit Jahren andauernde Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Postbank hat ein Ende gefunden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem endgültigen Urteil die Revision der Deutschen Bank zurückgewiesen und damit ein früheres Urteil zugunsten der Kläger bestätigt. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand der Vorwurf, dass das Übernahmeangebot der Bank aus dem Jahr 2010 die Postbank-Aktien um zehntausende Euro unterbewertet habe.

Der Konflikt begann, als dreizehn ehemalige Postbank-Aktionäre geltend machten, bei der Übernahme durch die Deutsche Bank im Jahr 2010 benachteiligt worden zu sein. Sie hatten zwar 25 Euro pro Aktie erhalten, behaupteten jedoch, der faire Preis hätte bei 57,25 Euro liegen müssen. Ihre Argumentation stützte sich darauf, dass die Bank ihr Angebot bereits 2008 hätte abgeben müssen – zu einem Zeitpunkt, als sie die Kontrolle über die Postbank bereits innehatte.

Das Oberlandesgericht Köln hatte zunächst zugunsten der Aktionäre entschieden. Die Deutsche Bank legte Revision ein, doch der BGH bestätigte nun das vorherige Urteil. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass die Verzögerung des offiziellen Übernahmeangebots die Aktionäre um einen angemessenen Preis gebracht habe.

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Obwohl der genaue Aktienkurs von 2008 nicht zweifelsfrei feststeht, sprach das Gericht der Deutschen Bank die Haftung für die Differenz zu. Die Gesamtzahlung inklusive Zinsen beläuft sich auf etwa 112 Millionen Euro. Die Bank erklärte jedoch, dass die Kosten durch bestehende Rückstellungen gedeckt seien und keine zusätzliche finanzielle Belastung zu erwarten sei.

Mit dem Urteil endet ein zäher juristischer Streit um die Bewertung der Postbank. Die ehemaligen Aktionäre erhalten eine Entschädigung, die sich an der gerichtlichen Einschätzung des Aktienkurses von 2008 orientiert. Die Deutsche Bank betonte unterdessen, dass die Einigung keine Auswirkungen auf ihre finanzielle Lage habe.

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