Bislicher Insel wird mit 1,2 Millionen Euro zum Naturparadies ausgebaut
Tim BöhmBislicher Insel wird mit 1,2 Millionen Euro zum Naturparadies ausgebaut
Naturschutzzentrum Bislicher Insel in Xanten steht vor großem Ausbau
Nordrhein-Westfalens Umweltminister Oliver Krischer wird am Donnerstag die Bislicher Insel besuchen – und dabei eine Förderzusage über 1,2 Millionen Euro mitbringen. Mit der Investition soll das Naturschutzzentrum modernisiert und für Besucher sowie Schulklassen noch attraktiver gestaltet werden.
Die Bislicher Insel zählt zu den letzten nahezu naturbelassenen Auenlandschaften am Niederrhein. Jeden Winter entwickelt sie sich zu einem lebenswichtigen Rastplatz für tausende Zuggänse. In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Besucherzahlen stetig an: von rund 150.000 pro Jahr vor der Pandemie auf über 180.000 bis 2025. Dieser Aufwärtstrend ist auf die gestiegene Nachfrage nach Naturtourismus nach der Corona-Krise, besseres Social-Media-Marketing, neue Shuttle-Angebote und günstiges Sommerwetter zurückzuführen.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) plant, die Dauerausstellung im Naturschutzzentrum neu zu konzipieren. Künftig sollen auch aktuelle Umweltthemen wie der Klimawandel behandelt werden. Zudem wird das hauseigene Café so ausgebaut, dass es ganzjährig geöffnet bleibt – und nicht mehr nur saisonal.
Die Finanzierung erfolgt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Erlebnis.NRW. Nach Abschluss der Arbeiten können Schulklassen das Zentrum unabhängig von der Jahreszeit für naturkundlichen Unterricht nutzen.
Die 1,2-Millionen-Investition wird das Naturschutzzentrum zu einem noch ansprechenderen und lehrreicheren Ort machen. Mit verbesserten Einrichtungen und aktualisierten Ausstellungen soll die Attraktivität für Besucher weiter steigen. Gleichzeitig profitieren Schulen von besserem Zugang und Touristen von einem ganzjährigen Angebot.
