03 March 2026, 13:09

Bochumer Polizei entdeckt Lkw-Fahrer mit Falschpapieren und überladenem Kipper

Eine Gruppe von Polizeibeamten steht vor einem großen Gebäude mit Fenstern, Säulen und Bögen, mit Fahrzeugen auf der Straße und einer Person mit einer Kamera auf der linken Seite, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen, Verkehrsampeln und Flaggen im Hintergrund.

Bochumer Polizei entdeckt Lkw-Fahrer mit Falschpapieren und überladenem Kipper

Falschpapiere und Überladung: Bochumer Polizei deckt mutmaßlichen Betrug mit Lkw-Fahrer auf

Die Polizei in Bochum hat am Montag, dem 23. Februar, bei einer Kontrolle eines überladenen Lastwagens einen Fall von mutmaßlichem Betrug aufgedeckt. Der 60-jährige Fahrer, ein Georgier, besaß gefälschte Dokumente, darunter einen polnischen Führerschein und eine manipulierte Aufenthaltserlaubnis. Die Behörden prüfen nun mögliche illegale Beschäftigung und weitere Verstöße.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Dorstener Straße und der Riemker Straße, wo Verkehrspolizisten einen 7,49 Tonnen schweren Kipper mit deutlich durchhängender Achse stoppten. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Fahrzeug 11,8 Tonnen Schotter geladen hatte – weit über der zulässigen Höchstgrenze.

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Der Fahrer, ein Bauarbeiter aus Georgien, präsentierte einen gefälschten polnischen Führerschein sowie eine manipulierte polnische Aufenthaltsgenehmigung. Unter Befragung gab er zu, die falschen Papiere genutzt zu haben, um sich als EU-Bürger auszugeben und so Arbeit in der Union zu finden. Sein einzig legitimer Nachweis war ein georgischer Pkw-Führerschein, der ihn nicht zum Führen von Nutzfahrzeugen berechtigte.

Der Fall reiht sich in eine größere Entwicklung innerhalb der EU ein: Zwischen 2024 und 2025 wurden über 1.000 Fälle von gefälschten Führerscheinen und Aufenthaltstiteln im Zusammenhang mit georgischen Lkw-Fahrern registriert. Besonders betroffen waren Polen und Deutschland, wobei allein in Polen rund 600 Fälle verzeichnet wurden, wie aus Angaben von Europol und nationalen Behörden hervorgeht.

Dem Fahrer droht nun ein Verfahren wegen illegaler Beschäftigung und Urkundenfälschung. Die deutschen Ermittler werden prüfen, ob weitere Anklagepunkte hinzukommen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Probleme mit gefälschten Unterlagen unter ausländischen Lkw-Fahrern, die in der EU tätig sind.