22 December 2025, 14:42

Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

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Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Bundeskartellamt verhängt 2025 deutlich weniger Bußgelder

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Der Kartellwächter verhängte 2025 weniger Strafen wegen Wettbewerbsverstößen – deutlich weniger als im Vorjahr.

22. Dezember 2025, 06:38 Uhr

Die deutsche Wettbewerbsbehörde, das Bundeskartellamt, hat im Jahr 2025 Bußgelder in Höhe von rund 10 Millionen Euro wegen Kartellvergehen verhängt. Damit liegt die Summe deutlich unter den Vorjahren, etwa den 26 Millionen Euro von 2024 oder dem Rekordwert von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2014. Die Strafen richteten sich gegen illegale Preisabsprachen, die den fairen Wettbewerb verzerren und die Verbraucher mit höheren Kosten belasten.

Einer der markantesten Fälle 2025 betraf den Audioausrüster Sennheiser. Das Unternehmen musste im Mai eine Strafe von 6 Millionen Euro wegen vertikaler Preisbindung zahlen – Teil einer breiteren Offensive gegen wettbewerbswidriges Verhalten in der Branche. Unabhängig davon bestätigte das Oberlandesgericht Düsseldorf im Dezember eine 21-Millionen-Euro-Strafe gegen die Lech-Stahlwerke und besiegelte damit deren Beteiligung an einem Edelstahl-Preis-Kartell (2002–2016). Dieser Fall war Teil eines Gesamtbußgelds von 355 Millionen Euro, das gegen zehn Unternehmen verhängt wurde.

Das Bundeskartellamt stützte sich zudem auf Hinweise aus der Bevölkerung, um Verstöße aufzudecken. Über das anonyme Meldesystem gingen 2025 rund 600 Hinweise ein, die mögliche Kartellabsprachen aufzeigten. Dennoch betonte Behördenpräsident Andreas Mundt die anhaltenden Schwierigkeiten, belastbare Beweise in solchen Fällen zu sammeln. Die Höhe der Bußgelder schwankt von Jahr zu Jahr stark – abhängig vom Stand großer Ermittlungsverfahren. So schnellten die Strafen 2019 auf 848 Millionen Euro hoch, wovon allein 618 Millionen auf ein Verfahren gegen Stahlproduzenten entfielen. 2023 hingegen beliefen sich die Bußgelder nur auf 2,8 Millionen Euro, auch bedingt durch pandemiebedingte Verzögerungen in Gerichtsverfahren.

Die Bußgelder von 2025 spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, Kartellabsprachen zu bekämpfen, die Märkte verzerren und Preise in die Höhe treiben. Zwar fiel die Gesamtstrafe niedriger aus als in den Vorjahren, doch die Behörde geht weiterhin konsequent gegen sowohl langjährige als auch neue Verstöße vor. Die Ergebnisse dieser Verfahren wirken sich direkt auf Unternehmen und Verbraucher in zahlreichen Branchen aus.