Bundeswehr-Tiefflüge gefährden Windkraftprojekte in NRW – was jetzt passiert
Johanna AlbrechtBundeswehr-Tiefflüge gefährden Windkraftprojekte in NRW – was jetzt passiert
Windkraftausbau in Nordrhein-Westfalen steht vor neuer Hürde: Bundeswehr reaktiviert Tieffluggebiete
Die Expansion der Windenergie in Nordrhein-Westfalen sieht sich einer neuen Herausforderung gegenüber, da die Bundeswehr plant, Tiefflugkorridore wieder in Betrieb zu nehmen. Der Schritt könnte geplante Windparks blockieren – insbesondere in Gebieten, wo moderne Anlagen mittlerweile über 200 Meter in den Himmel ragen und damit deutlich höher sind als Kampfflugzeuge, die in nur 75 Metern Höhe fliegen.
Zu den Plänen der Bundeswehr gehört die Reaktivierung von sieben Tieffluggebieten bundesweit, darunter das Tieffluggebiet 3 (LFA 3), das direkt Nordrhein-Westfalen betrifft. Dieses Gebiet erstreckt sich über Regionen bei Minden und Paderborn, wo strenge Höhenbegrenzungen für militärische Übungsflüge mit dem Ausbau von Windkraftanlagen kollidieren könnten.
Die Wiederinbetriebnahme von LFA 3 setzt Windenergieprojekte in Nordrhein-Westfalen dem Risiko aus, gestoppt oder umgestaltet werden zu müssen. Betreiber könnten gezwungen sein, die Höhen oder Standorte der Turbinen anzupassen, um die Flugbeschränkungen einzuhalten. Entscheidend wird sein, ob die Luftwaffe Einsprüche erhebt – und wie regionale Planer auf die militärischen Vorgaben reagieren.
