Charli XCX beendet ihre Filme-Ära mit provokanter Mockumentary The Moment
Tim BöhmCharli XCX beendet ihre Filme-Ära mit provokanter Mockumentary The Moment
Charli XCX beendet ihre Filme-Ära mit einem kühnen Sprung ins Fan-Geschäft
Mit ihrem neuen Mockumentary The Moment hat Charli XCX ihre Fan-Phase abgeschlossen – und feierte am 23. Januar 2026 auf dem Sundance Film Festival Premiere. Die Reaktionen der Kritik fielen gemischt aus, doch die Fans strömten zu den Vorführungen auf der Berlinale in Berlin, gespannt auf das filmische Debüt der Popikone.
Der Film erscheint nach einem monumentalen Jahr für die Sängerin: Ihr Album Filme aus dem Jahr 2024 wurde zu einem kulturellen Phänomen, das selbst die US-Politik beeinflusste, während ihre Vorbereitungen für die Stadiontour sie ständig im Rampenlicht hielten. The Moment bietet nun einen fiktionalisierten, aber zutiefst persönlichen Einblick in ihr Leben und ihre Frustrationen mit der Fan-Industrie.
In The Moment spielt Charli XCX eine überzeichnete Version ihrer selbst – eine Mischung aus Satire und realen Kämpfen. Die Szenen, obwohl übertrieben, basieren auf ihren eigenen Erfahrungen in der Branche. Die Premiere auf dem Sundance markierte ihren ersten großen Ausflug ins Fan-Schauspiel, gefolgt von einer vielbeachteten Vorstellung im Berliner Zoo Palast. Fans standen stundenlang Schlange, um die prunkvollen Säle des Theaters zu füllen – sowohl für den Star als auch für den Film.
Das Mockumentary glänzt mit Auftritten von Alexander Skarsgård, Kylie Jenner, Julia Fox und Rachel Sennott, die jeweils fiktionalisierte Versionen ihrer selbst verkörpern. Ihre Rollen unterstreichen den Meta-Kommentar des Films über Ruhm und künstlerische Kontrolle. Doch während The Moment für Gesprächsstoff sorgt, sind die Reaktionen gespalten – ganz anders als der überwältigende Erfolg von Filme, das 2024 mit dem "Filme Summer"-Hype dominierte. Der Einfluss des Albums reichte weit über die Musik hinaus und prägte sogar die Wahlkampf-Rhetorik der US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris.
Doch Charli XCX denkt bereits weiter: Neben The Moment baut sie ihre Fan-Karriere aus, mit Rollen in The Gallerist und I Want Your Sex sowie einer anstehenden Mitwirkung im Horror-Remake Faces of Death. Dennoch wirkt The Moment wie ein bewusster Schlussstrich. "Es liegt jetzt an der Welt", sagte sie kürzlich, "aber für mich ist es vorbei."
The Moment schließt ein prägendes Kapitel für Charli XCX ab – eine Phase, in der ihre Musik beispiellose kulturelle Höhen erreichte. Die gespaltenen Kritiken stehen im scharfen Kontrast zum einhelligen Jubel für Filme, doch der Film beweist einmal mehr ihren Mut zum Risiko. Mit neuen Fan-Projekten in der Pipeline ist ihr Wandel von der Pop-Dominanz zur Fan-Ambition nun unaufhaltsam.
