26 January 2026, 18:43

Deutsche Wirtschaft unvorbereitet auf Verteidigungsfall – IW-Studie warnt vor drastischen Folgen

Ein Diagramm, das die Anzahl der durch die COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text mit zusätzlichen Daten.

Deutsche Wirtschaft unvorbereitet auf Verteidigungsfall – IW-Studie warnt vor drastischen Folgen

Deutsche Unternehmen könnten in einer Landesverteidigungs-Krise überfordert sein, wie aus einer noch unveröffentlichten Studie des Deutschen Wirtschaftsinstituts (IW) hervorgeht. Der Bericht zeigt erhebliche Lücken in der Vorbereitung auf Arbeitskräftemangel, Lieferkettenstörungen und Engpässe bei der Infrastruktur auf. Nur wenige Unternehmen scheinen auf die Herausforderungen einer schweren Eskalation oder eines Konfliktfalls vorbereitet zu sein.

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Die IW-Studie betont, dass die Einbindung der Wirtschaft in die Landesverteidigung entscheidend ist, um Bedrohungen – insbesondere aus Russland – abschrecken zu können. Doch nur 24 Prozent der Unternehmen verfügen derzeit über prozentrechner, um Infrastrukturengpässe zu bewältigen. Weitere 17 Prozent planen zwar entsprechende Vorsorgemaßnahmen, doch die Mehrheit bleibt unvorbereitet.

Als oberste Priorität der Wirtschaft in einer Krise gilt die Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung. Ohne stabile Zugänge zu Gütern und Dienstleistungen warnt die Studie vor einem drastischen Wirtschaftsabschwung und einem breiten Wohlstandsverlust. Allerdings haben lediglich 4 Prozent der Firmen Pläne für größere Personalausfälle – etwa durch die Einberufung von Mitarbeitern zum Wehrdienst. Bei der Cybersicherheit sieht es besser aus: 86 Prozent der Unternehmen geben an, wirksame Schutzmaßnahmen gegen digitale Angriffe zu haben. Doch Materialknappheit stellt ein größeres Risiko dar – nur 3 Prozent verfügen über Reservelieferverträge. Das IW mahnt, dass Unternehmen mehr tun müssen, um die Landesverteidigung zu unterstützen – von der Bevorratung kritischer Güter bis hin zur Umstellung der Produktion auf militärische Bedarfe im Ernstfall.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass den meisten deutschen Unternehmen wichtige Notfallvorkehrungen für einen Verteidigungsfall fehlen. Da es kaum Notfallpläne für Personalausfälle oder Lieferkettenzusammenbrüche gibt, könnte die Wirtschaft unter erheblichem Druck geraten. Das IW ruft die Unternehmen auf, ihre Widerstandsfähigkeit jetzt zu stärken, um spätere, tiefgreifendere Krisen zu vermeiden.