17 December 2025, 16:46

Deutz übernimmt Notstromspezialisten Frerk für Millionenbetrag und setzt auf Rechenzentrums-Boom

Ein Informationsschild, Gebäude, ein Schuppen, Bäume, Stromkabel und ein bewölkter Himmel.

Motorhersteller Deutz erwirbt Notstromaggregat-Firma Frerk - Deutz übernimmt Notstromspezialisten Frerk für Millionenbetrag und setzt auf Rechenzentrums-Boom

Motorenhersteller Deutz übernimmt Notstromspezialisten Frerk

Motorenhersteller Deutz übernimmt Notstromspezialisten Frerk

  1. Dezember 2025, 15:14 Uhr

Der Motorenhersteller DEUTZ AG hat die Übernahme von Frerk Aggregatebau GmbH, einem Spezialisten für Notstromanlagen, vereinbart. Wie das Kölner Unternehmen am 17. Dezember 2025 bekannt gab, wird es das in Niedersachsen ansässige Unternehmen vollständig übernehmen. Beide Seiten erwarten, dass die Transaktion Anfang 2026 abgeschlossen wird.

Frerk mit Sitz in Schweringen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter und ist auf Notstromlösungen spezialisiert. Etwa die Hälfte des Umsatzes stammt aus Diesel- und Gasanlagen, die vor allem in Rechenzentren eingesetzt werden. Deutz, ein traditionsreicher Motorenproduzent, sieht in der Übernahme eine Chance, von der wachsenden Nachfrage nach zuverlässiger Stromversorgung in der digitalen Infrastruktur zu profitieren.

Der Kaufpreis liegt im hohen zweistelligen Millionenbereich. Deutz rechnet durch den Deal mit zusätzlichen, profitablen Umsätzen von rund 100 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Sebastian Schulte betonte, der Schritt sei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur globalen Führerschaft im Bereich Notstromversorgung – insbesondere für Rechenzentren.

Frerk-Geschäftsführer Marc Hiller begrüßte die Partnerschaft. Die Zusammenarbeit mit Deutz werde die Wachstumspläne des Unternehmens beschleunigen, so Hiller. Zudem will Deutz vom Boom der künstlichen Intelligenz profitieren, indem es stabile Stromversorgungen für die expandierenden Rechenzentrumsnetzwerke sicherstellt.

Die Übernahme soll im ersten Quartal 2026 finalisiert werden. Nach Abschluss wird Deutz das Know-how von Frerk nutzen, um seine Position im Notstrommarkt weiter auszubauen. Der Deal passt zur Strategie des Konzerns, die Expansion von Rechenzentren und anderen digitalen Hochleistungsbranchen zu unterstützen.

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