17 November 2025, 00:16

Die legendäre „Pizza-Connection“ kehrt zurück – und mit ihr der grüne Dialog mit Konservativen

Eine Pizza mit Pilzen, Garnelen und anderen Belägen auf einem Teller, begleitet von einer Gabel, einem Messer und einem Löffel, mit zwei Gläsern davor.

Die legendäre „Pizza-Connection“ kehrt zurück – und mit ihr der grüne Dialog mit Konservativen

Die informelle politische Runde 'Pizza-Connection' trifft sich nach Jahrzehnten der Inaktivität wieder

Die Gruppe, die Brücken zwischen den deutschen Konservativen und den Grünen schlagen will, ist im Bonner Ristorante Sassella wieder zusammengekommen – das Lokal steht nun unter neuer Leitung. Das Restaurant, einst ein zentraler Ort des politischen Austauschs, hatte nach dem Rückzug der ursprünglichen Besitzer für einige Zeit geschlossen.

Die jüngste Nachfahrin der Gründerfamilie hat nun die Geschäftsführung übernommen und das Haus fünf Monate lang renoviert, bevor es Mitte Oktober wiedereröffnet wurde. Die 'Pizza-Connection', die in ihren Anfangsjahren mit Teilnehmern wie Armin Laschet und Cem Özdemir begann, hat sich über die Jahre weiterentwickelt. Spätere Treffen wurden unter anderem von Jens Spahn und Omid Nouripour geprägt. Trotz der bunten Mischung aus Mitgliedern verschiedener Parteiflügel mündete die Runde bisher nicht in eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene.

In der aktuellen Legislaturperiode organisiert die grüne Bundestagsabgeordnete Claudia Müller die Treffen weiter. Parteispitzen bleiben den Zusammenkünften in der Regel fern, die unter strikter Vertraulichkeit stattfinden. Die Speisekarte wechselt regelmäßig, doch Nudelgerichte bleiben ein fester Bestandteil. Der Name der Gruppe geht auf den damaligen CSU-Generalsekretär Bernd Protzner zurück, der einer Annäherung zwischen Konservativen und Grünen skeptisch gegenüberstand.

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Kritiker werfen der Runde vor, sie sei ein bloßer 'Schwatzclub', der die Parteien inhaltlich nicht näher zueinanderbringe. Dennoch bleibt die 'Pizza-Connection' – trotz langer Pause und Vorbehalten – ein Ort des informellen Austauschs zwischen Vertretern unterschiedlicher politischer Lager. Ob sie langfristig Einfluss auf die deutsche Politik nehmen wird, bleibt abzuwarten. Doch ihre Hartnäckigkeit als inoffizielle Dialogplattform ist bemerkenswert.