Dieter Bohlens riskanter YouTube-Pakt mit Goldhändler löst Debatten aus
Tim BöhmDieter Bohlens riskanter YouTube-Pakt mit Goldhändler löst Debatten aus
Das Format „Topf voll Gold“ zeigt, wie Journalismus auf YouTube funktionieren kann – am Beispiel des Absturzes von Dieter Bohlen.
- Dezember 2025, 12:27 Uhr
Dieter Bohlen, einst gefeierter Musikproduzent und TV-Juror, sorgt derzeit mit einer überraschenden neuen Allianz für Aufsehen. Der 70-Jährige, der vor allem durch seine scharfen Kritiken bei Deutschland sucht den Superstar und seine Popkarriere bekannt wurde, hat sich mit dem Goldhändler Dominik Kettler zusammengetan. Ihre Zusammenarbeit auf YouTube gibt Anlass zur Diskussion, da ihre Gespräche zunehmend rechtsextreme Themen und Verschwörungstheorien streifen.
Bohlens Karriere begann vor fast vier Jahrzehnten in Oldenburg, wo der Produzent Rainer Felsen sein Talent entdeckte. Im Laufe der Jahre avancierte er zu einer festen Größe in der deutschen Popmusik und im Fernsehen. Doch sein jüngster Schritt führt ihn in eine andere Richtung: Er tritt nun an der Seite Kettlers auf, einer umstrittenen Figur in der Goldhandelsszene.
Die Kooperation mit Kettler markiert einen radikalen Bruch mit Bohlens Unterhaltungshintergrund. Ihre gemeinsamen Erzählungen, über YouTube verbreitet, verorten sie zunehmend in rechtsextremen Debatten. Schönauers Recherche dokumentiert nun, wie einst etablierte Persönlichkeiten ihr öffentliches Image neu prägen können – und dabei möglicherweise ein Publikum in unerwartete Richtungen lenken.
