DOKOM21 verkauft Essener Glasfasernetz an die Telekom – Fokus auf Dortmund
Jakob BauerDOKOM21 verkauft Essener Glasfasernetz an die Telekom – Fokus auf Dortmund
DOKOM21 verkauft sein 75 Kilometer langes Glasfasernetz in Essen an die Deutsche Telekom. Die Entscheidung folgt einer strategischen Überprüfung nach dem Auslaufen eines wichtigen Kostenvorteils im Juli 2024. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen nun die weitere Expansion in Dortmund finanzieren.
Das Netz, das die Stadtteile Frohnhausen und Huttrop abdeckt, wurde hinsichtlich verschiedener Optionen bewertet. DOKOM21 erwog entweder einen Ausbau zu einem vollständigen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (FTTH) oder die Beibehaltung des aktuellen Zustands. Eine weitere Möglichkeit bestand darin, die Infrastruktur zu verkaufen, dabei aber Offene-Netz-Zugangsvereinbarungen beizubehalten – was jedoch erhebliche Investitionen erfordert hätte.
Stattdessen entschied sich das Unternehmen für einen vollständigen Verkauf an die Deutsche Telekom zum bestmöglichen Preis. Der Deal umfasst keine Offene-Netz-Zugangsrechte zum Kernnetz von DOKOM21 in Dortmund, obwohl Gespräche hierüber weiterhin möglich sind. Kunden werden während des Übergangs weiterhin FTTH-Dienste erhalten, ohne nennenswerte Unterbrechungen, und haben später die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern.
Die technischen Details der Übertragung sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Der Zeitpunkt des Markteintritts der Deutschen Telekom in Essen wird separat vom Käufer bekannt gegeben. DOKOM21 betonte, dass der Verkauf nicht auf finanzielle Schwierigkeiten zurückzuführen sei, sondern auf eine strategische Neuausrichtung hin zu Dortmund.
Die Transaktion markiert eine klare Verschiebung der Prioritäten von DOKOM21. Die Mittel aus dem Essen-Verkauf fließen nun in den Glasfaserausbau in Dortmund. Die Deutsche Telekom übernimmt den Betrieb, wobei Kunden vorerst keine Einschränkungen bei ihren Diensten befürchten müssen.
