Dortmund siegt knapp gegen Köln – doch Adeyemis Wutausbruch überschatten den Erfolg
Johanna AlbrechtDortmund siegt knapp gegen Köln – doch Adeyemis Wutausbruch überschatten den Erfolg
Borussia Dortmund erkämpft sich einen knappen 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln in einem hart umkämpften Bundesliga-Duell. Der Erfolg gelang trotz anhaltender Mannschaftsprobleme, wobei Trainer Niko Kovač mehr Zusammenhalt und Disziplin von seinen Spielern forderte. Besonders eine Szene sorgte nach dem Spiel für Gesprächsstoff: die frustrierte Reaktion von Karim Adeyemi nach seiner Auswechslung.
Die Partie fiel in eine schwierige Phase für die Dortmunder. Unter Kovač setzt das Team auf eine Mischung aus etablierten Kräften und neuen Gesichtern. Sadio Mané, Marcel Sabitzer und Ramy Bensebaini gehören zur Stammelf, während Neuzugang Carney Chukwuemeka und Leihspieler Aaron Anselmino für zusätzliche Optionen sorgen. Fabio Silva, der noch auf sein Debüt wartet, blieb bisher außen vor. Personelle Engpässe vor dem anstehenden Pokalspiel gegen Essen erhöhten den Druck auf die Mannschaft.
Gegen den FC Köln blieb die Partie lange ausgeglichen, doch Kovač griff zur zweiten Halbzeit auf die Bank zurück. Julian Brandt brachte nach seiner Einwechslung neuen Schwung in den Angriff. Den entscheidenden Treffer zum 1:0 erzielte jedoch Auswechselspieler Maximilian Beier, der die Partien für sich entschied. Doch die Aufmerksamkeit nach dem Spiel galt vor allem Adeyemi: Der Flügelspieler zeigte sich sichtlich verärgert über seine Auswechslung und warf aus Protest eine Wasserflasche zu Boden. Kovač kritisierte später den Ausbruch und betonte, dass Spieler taktische Wechsel akzeptieren müssten. Gleichzeitig mahnte er erneut mehr Teamgeist an und kündigte an, dass Rotation weiterhin ein zentraler Bestandteil seiner Strategie bleibe.
Der Sieg hält Dortmund im Rennen um die Tabellenspitze der Bundesliga, doch die Stimmung hinter den Kulissen bleibt angespannt. Kovačs Forderung nach mehr Disziplin und Anpassungsfähigkeit wird in den kommenden Wochen auf die Probe gestellt. Wie die Mannschaft mit den Rotationen umgeht und die Konzentration hält, könnte entscheidend sein – besonders angesichts der doppelten Belastung durch Liga und Pokal.
