06 March 2026, 16:18

Dortmunder Polizei entlässt Beamten nach Kindesmissbrauch-Vorwürfen und stärkt Soko KiPo

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift, die 'Rape Ain't Right: Sexual Assault is a Serious Issue' gegen einem weißen Hintergrund liest.

Dortmunder Polizei entlässt Beamten nach Kindesmissbrauch-Vorwürfen und stärkt Soko KiPo

Ein ehemaliger Dortmunder Polizist wurde nach Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern aus dem Dienst entlassen und erhielt ein generelles Betretungsverbot für alle Polizeigebäude. Die Vorfälle haben bei den Behörden zu entschlossenem Handeln geführt – hochrangige Vertreter betonten erneut ihre Entschlossenheit, solche Straftaten konsequent zu bekämpfen. Gleichzeitig baut die Dortmunder Polizei ihre Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch weiter aus, unter anderem durch eine spezielle Ermittlungseinheit.

Der Beschuldigte, ein 43-jähriger Beamter, war seit 2013 in der Kriminalinspektion Dortmund tätig. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe setzte ihn der damalige Polizeichef Gregor Lange umgehend vom Dienst aus und leitete ein Disziplinarverfahren ein. Der Beamte focht die Entscheidung nicht an; ein späteres Gerichtsurteil bestätigte seine Entlassung aus dem Polizeidienst. Zudem wurde ihm sofortiges Betretungsverbot für sämtliche Polizeiliegenschaften in der Stadt erteilt.

Als Reaktion auf die zunehmende Verbreitung von Missbrauchsabbildungen gründete die Dortmunder Polizei im Juni 2022 die Sonderkommission Kindesmissbrauch und -pornografie (Soko KiPo). In dieser Einheit arbeiten speziell geschulte Ermittler zusammen, um Täter gezielter zu überführen. Durch ihre konsequente Vorgehensweise steigt der Druck auf Personen, die solche Inhalte herstellen oder verbreiten.

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Der stellvertretende Polizeichef Achim Stankowitz begrüßte das aktuelle Gerichtsurteil als klares Signal an potenzielle Täter. Er unterstrich, dass die Bekämpfung dieser Verbrechen weiterhin höchste Priorität habe. Bis 2026 soll die Soko KiPo als feste Kriminalermittlungseinheit etabliert werden. Zudem bietet die Polizei Nordrhein-Westfalen psychologische Unterstützung für Beamte an, die mit extrem belastenden Fällen konfrontiert sind, um ihre Gesundheit während der Ermittlungen zu schützen.

Die Entlassung und das Betretungsverbot gegen den ehemaligen Beamten markieren einen deutlichen Schritt zur Rechenschaftspflicht. Die kontinuierliche Aufstockung der Soko KiPo durch die Dortmunder Polizei zeigt deren langfristige Strategie, die Strafverfolgung bei sexuellem Kindesmissbrauch zu verstärken. Die feste Verankerung der Einheit bis 2026 wird diese Bemühungen weiter festigen.

Quelle