31 March 2026, 02:15

Düren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands von 1953 mit Blick auf die Einheit

Plakat für die Berliner Secession Ausstellung 1913, das eine Frau und einen Hund mit Text zeigt.

Düren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands von 1953 mit Blick auf die Einheit

Gedenkveranstaltung für die Opfer des DDR-Aufstands von 1953 in Düren

Am 2. Oktober 2025 fand in Düren eine Gedenkfeier für die Opfer des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR statt. Unter dem Motto "35 Jahre deutsche Einheit – Haben wir es geschafft?" versammelten sich lokale Amtsträger, Schülerinnen und Schüler sowie Zeitzeugen, um derer zu gedenken, die sich gegen die stalinistische Unterdrückung auflehnten. Bürgermeister Frank Peter Ullrich leitete die Zeremonie am städtischen Mahnmal für die Opfer des Stalinismus.

Die Veranstaltung markierte den 72. Jahrestag des Aufstands, wurde jedoch auf Oktober verlegt, um eine Verbindung zu den Reflexionen über die deutsche Wiedervereinigung herzustellen. Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule beteiligten sich mit Plakaten, auf denen originale Parolen der DDR-Proteste zu lesen waren. Heiko Hendriks, der Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, lobte ihr Engagement und dankte ihnen für die Auseinandersetzung mit der historischen Bedeutung des Tages.

Bürgermeister Ullrich betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, den Aufstand im Gedächtnis zu behalten und grundlegende Freiheitsrechte zu verteidigen. Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen unter dem Regime. Vertreter der lokalen Ratsfraktionen nahmen ebenfalls teil und unterstrichen den Appell der Veranstaltung, demokratische Werte zu bewahren.

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Die Gedenkfeier steht im Kontext der fortlaufenden Aufarbeitung des Aufstands in deutschen Archiven. Die Robert-Havemann-Gesellschaft hat Bestände wie die der Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. in das Archiv der DDR-Opposition integriert, während Dokumente des BND zu den Ereignissen nun online zugänglich sind. Im Jahr 2025 wurden frühe Widerstandskämpfer wie Werner Bork aus Brandenburg für ihren Einsatz gegen das Regime mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Die Veranstaltung in Düren unterstrich das anhaltende Bemühen, das Gedenken an den Aufstand von 1953 wachzuhalten. Durch die Einbindung jüngerer Generationen und die Bewahrung historischer Quellen sollen die Lehren aus Widerstand und Demokratie für die Zukunft bewahrt werden. Gleichzeitig diente die Feier als Mahnung, wie weit der Weg seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 bereits zurückgelegt wurde – und wie wichtig es bleibt, diese Errungenschaften zu verteidigen.

Quelle