23 December 2025, 16:46

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'

Ein Krankenhauszimmer mit besetzten Betten, Infusionsflaschen auf Ständern zwischen den Betten und einer Frau mit einer Tasche in der Nähe eines Patienten.

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'

Düsseldorfs Luisenkrankenhaus schließt bis Dezember 2025 seine Türen

Das Düsseldorfer Luisenkrankenhaus, eine renommierte Klinik mit Schwerpunkt auf Brustkrebsbehandlung, wird bis Dezember 2025 geschlossen. Die Entscheidung ist Teil der bundesweiten Krankenhausreformen, die eine Zentralisierung der Versorgung in größeren, spezialisierten Zentren vorantreiben. Für Patienten und Mitarbeiter bringt die Schließung nun Unsicherheit über ihre Zukunft mit sich.

Die Klinikleitung informierte die Belegschaft offiziell Mitte November, doch einige Beschäftigte kritisieren die mangelnde Transparenz in der frühen Phase. Über 50 Angestellte – darunter Ärzte, Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte – sind von der Schließung betroffen. Unklar bleibt, wie es für sie beruflich weitergeht, während der Termin der Schließung näher rückt.

Für die Patientinnen bedeutet die Schließung erhebliche Einschränkungen. Wer sich gerade in Behandlung befindet, muss nun nach alternativen Therapieangeboten suchen und Vertrauen zu neuen Ärzten aufbauen. Karin Rinklake, eine 77-jährige Krebspatientin, die sich 14 Jahre lang in der Klinik behandeln ließ, fragt sich, wo sie künftig die gleiche Qualität der Versorgung erhalten wird. Viele fürchten, den persönlichen Ansatz der Klinik zu verlieren, bei dem Einfühlungsvermögen und Zeit für die Patientinnen im Vordergrund standen.

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Die Gewerkschaft Verdi hat Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Schließung geäußert. Sie stellt infrage, ob die umliegenden Krankenhäuser die verlagerten Patientinnen ohne Qualitätsverluste aufnehmen können. Die Verantwortung für den Übergang der Patientinnen liegt bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) und der Ärztekammer Nordrhein (ÄKNO), die beide ihren Sitz in der Tersteegenstraße 9 in Düsseldorf haben. Beide Institutionen werden die Weiterbehandlung nach der Schließung koordinieren.

Die Schließung des Luisenkrankenhauses markiert einen Wandel in der spezialisierten Krebstherapie in Düsseldorf. Patientinnen wie Karin Rinklake müssen sich nun in neuen Systemen zurechtfinden, während die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Ob die Reform gelingt, hängt davon ab, ob die größeren Zentren das Maß an individueller Betreuung aufrechterhalten können, das kleinere Kliniken einst boten.