ELBA Zukunftswerk in Wuppertal: Seit Tagen ohne Heizung durch Vertragsstreit
Johanna AlbrechtELBA Zukunftswerk in Wuppertal: Seit Tagen ohne Heizung durch Vertragsstreit
Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftswerk seit fast einer Woche ohne Heizung
Nach der abrupten Abschaltung der Wärmeversorgung sitzen die Mieter des Wuppertaler ELBA Zukunftswerk seit nahezu einer Woche ohne Heizung fest. Hintergrund ist ein langjähriger Streit zwischen dem Vermieter und den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Zwar liegt ein neuer Vertragsentwurf auf dem Tisch, doch eine Einigung steht noch aus.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Kosten für die Fernwärme – ein Streit, der sich bereits seit Jahren hinzieht. Die WSW stellten kürzlich die Versorgung ein, wodurch 15 Unternehmen, darunter Radio Wuppertal und die Bergische Universität, ohne Heizung dastehen. Das als größter Coworking-Space Wuppertals beworbene Gebäude sieht sich nun mit erheblichen Betriebseinschränkungen konfrontiert, bis eine Lösung gefunden ist.
Die Rechtsabteilung des ELBA hat die Abschaltung als unverhältnismäßig und direkten Verstoß gegen die Rechte der Mieter angeprangert. Die WSW hingegen verteidigt ihr Vorgehen und verweist auf den ungelösten Preiskonflikt. Das Landgericht Wuppertal hatte zuvor entschieden, dass eine Kopplung der Fernwärmepreise an die Gaspreise rechtswidrig sei – ein Urteil, gegen das die WSW Berufung eingelegt hat. Eine endgültige Entscheidung des Oberlandesgericht Düsseldorf steht noch aus.
Ein neuer Wärmeversorgungsvertrag wurde zwar vorgelegt, doch keine der Parteien hat ihn bisher unterzeichnet. Bis dahin harren die Mieter in einer ungewissen Situation aus und müssen unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen auskommen.
Die Heizungsmisere wird so lange anhalten, bis ein Vertrag unter Dach und Fach ist. Da die WSW-Beschwerde gegen das vorherige Gerichtsurteil noch nicht entschieden ist, bleibt auch die rechtliche Lage unklar. Die Unternehmen im ELBA Zukunftswerk können derzeit nur auf einen Durchbruch in den Verhandlungen hoffen.
