Essen kämpft mit Fachkräften gegen Kinderarmut und stärkt Präventionsstrategien
Nico MeyerEssen kämpft mit Fachkräften gegen Kinderarmut und stärkt Präventionsstrategien
Fachkräfte treffen sich in Essen, um Kinderarmut zu bekämpfen und Präventionsstrategien zu stärken
In Essen kamen kürzlich Expertinnen und Experten zusammen, um sich mit der Bekämpfung von Kinderarmut und der Weiterentwicklung von Präventionsmaßnahmen auseinanderzusetzen. Die vom Lenkungsgremium kinderstark organisierte Veranstaltung fand auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein statt. Fachleute aus den Bereichen Bildung, Jugendhilfe, Gesundheit und Sozialplanung diskutierten neue Ansätze für die kommunale Präventionsarbeit.
Die Tagung knüpfte an die Integrierte Kommunale Präventionsstrategie Essens an, die der Stadtrat im März 2024 beschlossen hatte. Ziel der Strategie ist es, die Essener Präventionskette für Kinder und Jugendliche auszubauen. Gerda Holz präsentierte Forschungsergebnisse zu Kinderarmut und den Herausforderungen, vor denen lokale Behörden bei der Präventionsarbeit stehen.
Stefan Schmidt von schmidt evaluation hielt einen Impulsvortrag über wirkungsorientierte Steuerung in Präventionsprogrammen. Sybille Krüger, Leiterin der kinderstark-Koordinierungsstelle, betonte die Bedeutung messbarer Ergebnisse in der Planung und Konzeptarbeit. Carsten Bluhm, Chef des Essener Jugendamts, unterstrich zudem die Rolle von Teilhabe und Chancengerechtigkeit in diesen Bemühungen. In einer internen Fachdiskussion wurde erörtert, wie Kommunen ihre Präventionsarbeit stärker an klaren Zielen ausrichten können. Das Programm kinderstark – NRW schafft Chancen, das solche Initiativen unterstützt, erhielt für 2025 vom Land Nordrhein-Westfalen rund 14,3 Millionen Euro. Vergleichbare Mittel waren bereits 2020 für die Bekämpfung von Kinderarmut in Städten und Kreisen der Region bereitgestellt worden.
Die Veranstaltung unterstrich das Engagement Essens, die Präventionskette für junge Menschen weiter auszubauen. Mit Landesförderung und fachlichem Input will die Stadt ihre Präventionsstrategien verbessern und Kinderarmut wirksamer begegnen. Die Diskussionen sollen künftige kommunale Politiken in der Region mitgestalten.
