12 November 2025, 12:17

Evonik-Aktie bricht auf Rekordtief ein – Analysten warnen vor strukturellen Problemen

Ein Prospekt, der Pfeffersoße bewirbt, mit einem darunter liegenden Blatt, auf dem verschiedene Currys beworben werden.

Evonik-Aktie bricht auf Rekordtief ein – Analysten warnen vor strukturellen Problemen

Aktie von Evonik Industries stürzt auf historisches Tief – Analysten besorgt über Zukunft des Konzerns

Die Aktie von Evonik Industries ist auf ein historisches Tief abgerutscht und löst bei Analysten Sorgen über die Zukunft des Unternehmens aus. Am 11. November 2025 fiel der Kurs auf 13,55 Euro, nachdem Goldman Sachs, Jefferies und Citigroup negative Bewertungen abgegeben hatten. Der Einbruch folgt auf enttäuschende Quartalszahlen für das dritte Quartal und eine gesenkte Prognose.

Die Herabstufungen sind vor allem auf die Schwierigkeiten von Evonik im Methionin-Markt zurückzuführen, wo weiterhin Überkapazitäten herrschen, sowie auf eine schwache Nachfrage in verschiedenen Abnehmerbranchen. Das Effizienzprogramm des Konzerns, 'Evonik Tailor Made', konnte diese Belastungen bisher nicht lindern – die Margen bleiben unter Druck.

Goldman Sachs stufte die Aktie von 'Neutral' auf 'Verkaufen' herab und verwies auf strukturelle Probleme in der Chemieindustrie. Jefferies änderte seine Empfehlung von 'Halten' auf 'Underperform', während Citigroup zwar das Kursziel senkte, aber an der 'Kaufen'-Einstufung festhielt. Mit dem Bruch der historischen Tiefstmarke ist die Aktie nun stark überverkauft – der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei nur 15,8.

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Die Analysten zeigen sich mehrheitlich pessimistisch gegenüber der Evonik-Aktie und haben überwiegend negative Einschätzungen abgegeben. Sie zweifeln an der Wirksamkeit des Effizienzprogramms und stellen infrage, ob die Dividende künftig vollständig aus dem operativen Cashflow gedeckt werden kann.

Die nächsten Quartalszahlen von Evonik Industries werden im Frühjahr 2026 erwartet. Bis dahin dürfte die Entwicklung der Aktie stark von der allgemeinen Wirtschaftslage und Anzeichen einer Nachfrageerholung in der Chemiebranche abhängen. Das Unternehmen steht vor erheblichen Herausforderungen, darunter Überkapazitäten im Methionin-Geschäft und eine schwache Kundennachfrage. Anleger werden jede Anzeichen einer Besserung genau beobachten.