Ex-OB Westphal wechselt nach Wahlpleite in lukrativen RWE-Aufsichtsratsposten
Jakob BauerEx-OB Westphal wechselt nach Wahlpleite in lukrativen RWE-Aufsichtsratsposten
Dortmunds Ex-Oberbürgermeister erhält voraussichtlich über 200.000 Euro als RWE-Aufsichtsrat
Nach seiner Wahlpleite landet Dortmunds früherer Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) weich: als Aufsichtsratsmitglied bei RWE.
- Dezember 2025, 14:21 Uhr
Der ehemalige Dortmunder Oberbürgermeister Thomas Westphal hat nach seiner gescheiterten Wiederwahl ein neues Betätigungsfeld bei RWE gefunden. Der SPD-Politiker ist nun Mitglied im Aufsichtsrat des Energiekonzerns – mit beträchtlichen Nebeneinnahmen. Seine Berufung erfolgt im Zuge seines Ausscheidens aus dem öffentlichen Amt, doch bleibt er dem Unternehmen mindestens bis 2027 verbunden.
Westphal war bereits während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister in den RWE-Aufsichtsrat berufen worden, wo er die Interessen der Stadt Dortmund vertrat. Die Kommune hält über ihr Stadtwerk 25 Millionen RWE-Aktien – den größten öffentlichen Anteil am Unternehmen. Während seiner Amtszeit musste er alle Aufsichtsratsvergütungen an die Stadt abführen.
Sein Wechsel in den RWE-Aufsichtsrat folgt auf seine politische Niederlage. Westphal wird das Mandat mindestens bis April 2027 behalten und sichert sich damit ein beträchtliches Einkommen außerhalb der öffentlichen Verwaltung. Die große RWE-Beteiligung der Stadt sorgt dafür, dass seine Position weiterhin mit den finanziellen Interessen Dortmunds verknüpft bleibt.
