05 March 2026, 18:15

Falsche Bahn-Plakate für kostenlosen Zugverkehr sorgen für juristischen Streit

Ein Plakat, das eine Bahnfahrt in Berlin, Deutschland, bewirbt, mit einem Bild einer Bahn und Text darauf.

Falsche Bahn-Plakate für kostenlosen Zugverkehr sorgen für juristischen Streit

Falsche Plakate für kostenlosen Zugverkehr an über 20 deutschen Bahnhöfen aufgetaucht

Die Aktivistengruppe Widerstands-Kollektiv hat sich zu der Aktion bekannt, bei der offizielle Designs der Deutschen Bahn nachgeahmt wurden. Die Kampagne sorgt für eine juristische Auseinandersetzung und befeuert erneut die Debatte über die Kosten im öffentlichen Nahverkehr.

Die Plakate mit der Aufschrift "Kostenlos mit der Deutschen Bahn durch ganz Deutschland reisen" wurden in Bahnhöfen fünf verschiedener Bundesländer platziert: Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen. Die Gruppe schaltete zudem eine Website unter bahn-kostenlos.info, auf der sie gefälschte Null-Euro-Tickets bewirbt. Die Deutsche Bahn wies die Aktion umgehend als Betrugsversuch zurück und kündigte rechtliche Schritte an.

Die Aktivist:innen begründen ihr Vorgehen mit dem Ziel, echte kostenlose Bus- und Bahnfahrten durchzusetzen. Als Finanzierungsmodell schlagen sie die Streichung von Dienstwagen-Subventionen vor. Zwar bestätigte das Werbeunternehmen Ströer, dass die Plakate bereits entfernt wurden, doch die Gruppe beharrt darauf, dass ihre Aktion rechtlich einwandfrei sei.

Es ist nicht das erste Mal, dass sogenannte Adbusting-Aktionen – also die Veränderung von Werbung für politische oder satirische Botschaften – für Aufsehen sorgen. 2019 urteilte ein Gericht, dass solche Eingriffe strafbar sein können, wenn Originalplakate beschädigt oder unsachgemäß behandelt werden. Das Widerstands-Kollektiv betont indes, es gehe darum, die Diskussion über die Verkehrswende in Deutschland zu verschärfen.

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Die Deutsche Bahn und Ströer haben die gefälschten Plakate entfernt und prüfen weitere Maßnahmen. Der Vorfall zeigt die anhaltenden Spannungen bei der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs auf – und wirft die Frage nach den Grenzen aktivistischer Methoden auf. Rechtliche Präzedenzfälle deuten darauf hin, dass der Fall davon abhängen könnte, ob die ursprünglichen Plakate verändert oder zerstört wurden.