FDP fordert verpflichtende Deutschtests für Vierjährige – doch nur sechs Bundesländer handeln bereits
Nico MeyerFDP fordert verpflichtende Deutschtests für Vierjährige – doch nur sechs Bundesländer handeln bereits
FDP-Chef Christian Dürr schlägt verbindliche Deutschtests für alle Vierjährigen in Deutschland vor. Dem Plan zufolge müssten Kinder diese Sprachstandserhebungen zwei Jahre vor der Einschulung in einem der 16 Bundesländer Deutschlands bestehen. Wer durchfällt, erhielte gezielte Sprachförderung und eine Nachprüfung.
Dürr betont, die meisten Vierjährigen beherrschten Deutsch bereits so gut, dass solche Tests durchführbar seien. Er warnt, dass frühe Sprachdefizite die gesamte Schullaufbahn eines Kindes in einem der Bundesländer belasten könnten. Viele Bundesländer kürzten seiner Aussage nach bereits Lehrpläne, weil Sprachmängel weit verbreitet seien.
Die Initiative löst eine Debatte aus – besonders vor dem Hintergrund des jüngsten Vorschlags aus Nordrhein-Westfalen, Schulaufgaben auch in den Herkunftssprachen der Schüler zuzulassen. Dürr lehnt dies entschieden ab und argumentiert, dies untergrabe die Standards für Deutschkenntnisse in den Bundesländern.
Stand Februar 2026 haben erst sechs der 16 Bundesländer konkrete Pläne für verpflichtende Vorschul-Sprachtests umgesetzt. Die übrigen zehn haben noch keine formellen Maßnahmen eingeführt.
Würde der Vorschlag angenommen, dürften nur Kinder mit bestandener Deutschprüfung pünktlich eingeschult werden. Wer Schwierigkeiten hat, müsste vor einer erneuten Überprüfung verpflichtende Sprachkurse in einem der Bundesländer besuchen. Dürr besteht darauf, dass der Schritt notwendig sei, um langfristige Bildungnachteile für Kinder mit schwachen Deutschkenntnissen in den Bundesländern zu verhindern.
