24 December 2025, 18:36

Finanzamt setzt 2025 auf Cloud-Lösungen und Grundsteuerreform für mehr Effizienz

Ein Informationsschild, Gebäude, ein Schuppen, Bäume, Stromkabel und ein bewölkter Himmel.

Finanzamt setzt 2025 auf Cloud-Lösungen und Grundsteuerreform für mehr Effizienz

Das Finanzamt der Stadt führte unter der Leitung von Bernhard Bertram im Jahr 2025 mehrere zentrale Reformen durch. Zu den wichtigsten Neuerungen zählten die Umsetzung der Grundsteuerreform in Deutschland, der Umstieg auf cloudbasierte Finanzsysteme sowie Maßnahmen zur Entlastung des städtischen Haushalts. Mit diesen Schritten sollte die Verwaltung modernisiert und gleichzeitig den anhaltenden Personalengpässen begegnet werden.

Eine der größten Herausforderungen war die Einführung der bundesweiten Grundsteuerreform. Das Finanzamt passte die Bewertungsmaßstäbe an und verlängerte die Zahlungsfrist vom 15. Februar auf den 22. April 2025, um Steuerzahlern mehr Zeit für die Anpassung zu geben. Die Reform führte zudem differenzierte Steuersätze ein, die eine gerechtere Berechnung für Eigentümer ermöglichen.

Darüber hinaus setzte die Behörde auf mehr Effizienz: Das zentrale Finanz- und Rechnungswesen wurde auf die cloudbasierte Plattform Infoma online umgestellt. Der Wechsel verlief reibungslos, senkte die Kosten und reduzierte Ausfallzeiten. Zudem wurde eine neue Software eingeführt, die den jährlichen Beteiligungsbericht automatisiert – das minimiert Datenübertragungsfehler und beschleunigt die Erstellung. Neben den Steueränderungen unterstützte das Finanzamt auch übergreifende Stadtprojekte. Die Zentrale Steuerungseinheit half dabei, ein neues kommunales Energieunternehmen für das Industriegelände Zanders aufzubauen – ein wichtiger Schritt für die lokale Wirtschaftsförderung. Die Einführung einer Beherbergungsabgabe brachte zusätzliche Einnahmen und entlastete den angespannten Haushalt.

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Personalmangel blieb jedoch eine Hürde: Die Abteilung Allgemeines Rechnungswesen arbeitete unterbesetzt. Laut Angaben der Verwaltung soll die Stelle aber bis zum Frühjahr 2026 wieder voll besetzt sein. Für die Zukunft sind weitere Projekte geplant, darunter der Start des Digitalen Rechnungsworkflows Anfang 2026, der die Bearbeitung eingehender Rechnungen automatisieren soll. Zudem überarbeitete die Behörde die Dienstanweisungen gemäß § 32 der Kommunalhaushalts- und -rechnungsverordnung Nordrhein-Westfalen (KomHVO NRW) vollständig.

Die Anstrengungen des Finanzamts im Jahr 2025 konzentrierten sich auf Modernisierung und finanzielle Stabilität. Mit der Grundsteuerreform, digitalen Aufwertungen und neuen Einnahmequellen wurden die Weichen für langfristige Verbesserungen gestellt. Angesichts weiterer Automatisierungsvorhaben will die Stadt ihre Finanzverwaltung in den kommenden Jahren weiter stärken.