Finanzbetrüger aus NRW kassiert acht Jahre Haft für Millionenbetrug mit Agrar-Termingeschäften
Jakob BauerMillionenbetrug beim Handel mit Agrarrohstoff-Futures: Acht Jahre Haft in Nordrhein-Westfalen - Finanzbetrüger aus NRW kassiert acht Jahre Haft für Millionenbetrug mit Agrar-Termingeschäften
Ein 57-jähriger Mann aus Beckum in Nordrhein-Westfalen wurde zu acht Jahren Haft verurteilt, weil er einen Millionenbetrug in die Wege geleitet hat. Das Gericht sprach ihn schuldig, Anleger zwischen 2019 und 2023 mit Agrar-Termingeschäften zu betrügen, während er sich als Finanzexperte ausgab. Der Angeklagte hatte neun Kunden gezielt angesprochen und sie dazu gebracht, fast zwei Millionen Euro in Agrar-Terminkontrakte zu investieren. Dabei spielte er das damit verbundene Risiko herunter. Statt das Geld wie versprochen anzulegen, zweigte er Teile davon für private Ausgaben ab. Im Prozess wurden 49 einzelne Anklagepunkte geprüft, in 31 Fällen erging ein Schuldspruch. Das Gericht berücksichtigte zudem Vorstrafen und kürzte die Strafe um sieben Monate, da es im Verfahren zu unangemessenen Verzögerungen gekommen war. Die achtjährige Haftstrafe spiegelt das Ausmaß des Betrugs und die wiederholten Straftaten des Angeklagten wider. Das Urteil bestätigt die zweckentfremdete Verwendung der Anlegergelder sowie die falschen Angaben, mit denen sie erschlichen wurden. Mit dem nun rechtskräftigen Urteil ist das Verfahren abgeschlossen.
