28 January 2026, 02:23

Frauenstreik in Mönchengladbach fordert mehr Anerkennung für Care-Arbeit und Gleichstellung

Eine große Gruppe von Menschen mit Schirmen und Transparenten nimmt an einer Women's March in Berlin teil, mit Ballons und Stangen im Vordergrund und dem Himmel im Hintergrund.

Frauenstreik in Mönchengladbach fordert mehr Anerkennung für Care-Arbeit und Gleichstellung

Frauenstreik in Mönchengladbach am 9. März 2026

Am 9. März 2026 findet in Mönchengladbach ein Frauenstreik statt, organisiert von der lokalen Gruppe Orga Zelle Mönchengladbach. Mit der Aktion sollen die unverzichtbaren, aber oft unsichtbaren Leistungen von Frauen in der Stadt gewürdigt werden. Die Initiatorinnen wollen auf tief verwurzelte Ungleichheiten in der Care-Arbeit, bei der Bezahlung und in sozialen Unterstützungssystemen aufmerksam machen.

Im Mittelpunkt des Streiks stehen strukturelle Probleme, die Frauen in Mönchengladbach besonders betreffen. Soziale und pflegerische Berufe leiden seit Jahren unter chronischer Unterfinanzierung, was zu Überlastung und schlechter Bezahlung der Beschäftigten führt. Auch Beratungsstellen für Gewaltbetroffene kämpfen mit hoher Nachfrage und knappen Ressourcen. Alleinerziehende sind zudem zunehmend finanziellen und emotionalen Belastungen ausgesetzt.

Der zentrale Auftakt mit Kundgebung und Demonstration findet am Sonnenhausplatz statt. Die Organisatorinnen beschreiben die Veranstaltung als Aufruf zum Handeln – für Frauen, Verbündete und alle, die von ungerechten Strukturen betroffen sind. Sie betonen, dass Care-Arbeit, die häufig von Frauen geleistet wird, gesellschaftlich unterbewertet und schlecht bezahlt bleibt. Die Orga Zelle Mönchengladbach, ein Team aus sechs Frauen, koordiniert die Planung und sucht noch Mitstreiterinnen, die beim Verteilen von Flyern oder am Aktionstag helfen. Interessierte können sich unter [email protected] melden.

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Ziel des Streiks ist es, die unverzichtbare Rolle von Frauen im Alltag Mönchengladbachs ins Bewusstsein zu rücken. Durch die Vernetzung von Beschäftigten, Eltern und Unterstützer:innen soll Druck für fairere Bedingungen in Pflege, Lohn und sozialen Dienstleistungen aufgebaut werden. Die Initiatorinnen hoffen, dass die Aktion eine breite Debatte über Gleichstellung und Finanzierung in der Stadt anstoßen wird.