10 March 2026, 12:19

FWG und Volt verhandeln über gemeinsame Fraktion in Bergisch Gladbach

Die Titelseite der französischen Zeitung Les Élections Municipales, mit einem weißen Hintergrund und Texten über Kommunalwahlen.

FWG und Volt verhandeln über gemeinsame Fraktion in Bergisch Gladbach

Die politische Landschaft in Bergisch Gladbach verändert sich nach den jüngsten Kommunalwahlen. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) konnte nur zwei Sitze erringen – und verfehlt damit die neu eingeführte Mindestanzahl von drei Sitzen, die für die Bildung einer Fraktion erforderlich sind. Nun führt die Gruppe Gespräche mit Volt, um eine gemeinsame Fraktion zu gründen und ihren Einfluss im Stadtrat zu stärken.

Unterdessen hat Benno Nuding, Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender der FWG, seinen Rückzug aus der Führungsrolle bekannt gegeben und wird die Gruppe in der neuen Ratsperiode vollständig verlassen. Sein Ausscheiden wirft weitere Fragen zur künftigen Ausrichtung der politischen Partei auf.

Ursprünglich reichte der FWG – ähnlich wie zuvor die politische Partei GL mit 2,9 Prozent der Stimmen – bereits ein Mandat weniger aus, um eine Fraktion zu bilden. Doch eine Änderung der Kommunalordnung in Nordrhein-Westfalen erhöhte die Hürde auf drei Sitze, sodass der FWG nun ein Sitz fehlt. Die politische Partei kritisiert die Reform scharf und wirft ihr vor, kleinere politische Parteien und die lokale Wählervertretung unangemessen einzuschränken.

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Um diese Hürde zu überwinden, verhandelt die FWG mit Volt über eine Zusammenlegung ihrer Sitze. Gelingt dies, würde die gemeinsame Fraktion über drei Mandate verfügen und könnte so Fachleute in wichtige politische Ausschüsse entsenden. Beide politischen Parteien teilen Ziele wie den Schutz von Grünflächen, die Beschleunigung des Zanders-Entwicklungsprojekts und eine strenge Haushaltsdisziplin.

Alex Becker von Volt und Rainer Roehr von der FWG betonen einen pragmatischen, lösungsorientierten Ansatz. Zu ihren Prioritäten gehören die Erarbeitung eines funktionierenden Verkehrskonzepts sowie die Modernisierung der Verwaltungsabläufe durch Digitalisierung. Trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte scheinen sich beide Seiten in zentralen Fragen einig zu sein.

Nuding, der die FWG mitgegründet hat, wird zunächst als fraktionsloser Stadtrat agieren. Er lässt jedoch offen, ob er sich später noch einer politischen Fraktion anschließen könnte, falls entsprechende Vereinbarungen getroffen werden. Sein Rücktritt als Vorsitzender beendet eine lange politische Ära für die Partei, während seine künftige Rolle noch unklar bleibt.

Eine gemeinsame politische Fraktion von FWG und Volt würde beiden Gruppierungen im Stadtrat mehr Gewicht verleihen. Ihr gemeinsamer Fokus auf Naturschutz, Stadtentwicklung und digitale Reformen könnte in der kommenden Legislaturperiode wegweisende politische Entscheidungen prägen. Bis dahin laufen die Verhandlungen weiter, während sich der neue Rat auf seine Amtsübernahme vorbereitet.

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