„Ganz Essen hasst die Polizei“: OB Kufen verurteilt Ultra-Provokation im Stadion
Jakob Bauer„Ganz Essen hasst die Polizei“: OB Kufen verurteilt Ultra-Provokation im Stadion
Ein umstrittenes Transparent, das von Ultra-Fans während eines Fußballspiels in Essen entrollt wurde, hat scharfe Kritik vom Oberbürgermeister der Stadt ausgelöst. Die am Samstag im Hafenstraße-Stadion gezeigte Botschaft lautete: "Ganz Essen hasst die Polizei". Oberbürgermeister Thomas Kufen verurteilte die Aktion umgehend als inakzeptabel und mit den Werten Essens unvereinbar.
Das Banner wurde von Mitgliedern der Ultra-Gruppe "Red Kaos" gezeigt, die den Verein Rot-Weiss Essen unterstützt. Es erschien während des Spiels gegen die SSV Ulm. Kufen betonte in seiner Reaktion die uneingeschränkte Unterstützung der Stadt für die Polizei und bezeichnete deren Arbeit als unverzichtbar für die öffentliche Sicherheit.
Zwar räumte der Oberbürgermeister das Recht auf freie Meinungsäußerung ein, machte jedoch deutlich, dass Hetze gegen die Polizei eine klare Grenze überschreite. Essen stehe für Gewalt und Feindseligkeit gegenüber den Sicherheitskräften nicht, so Kufen.
Der Vorfall rückt das Verhalten von Fangruppen bei Fußballspielen erneut in den Fokus. Kufens Stellungnahme unterstreicht die Haltung Essens gegen Hass auf die Polizei. Die Stadtführung hat klar gemacht, dass solche Botschaften nicht toleriert werden.
