Gefährlicher Steuerbetrüger gesucht: 54 Millionen Euro Schaden durch illegale Zigarettenfabrik
Jakob BauerGefährlicher Steuerbetrüger gesucht: 54 Millionen Euro Schaden durch illegale Zigarettenfabrik
Deutsche Behörden fahnden nach Ihor Libych, einem 37-jährigen Ukrainer, der unter dem Verdacht der Beteiligung an einem großangelegten Steuerhinterziehungsring gesucht wird. Er soll Teil einer kriminellen Vereinigung sein, die zwischen April 2024 und März 2025 eine illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf betrieben hat. Der mutmaßliche Schaden beläuft sich auf etwa 54 Millionen Euro an hinterzogenen Steuern.
Libych gilt als bewaffnet und gefährlich. Die Polizei geht davon aus, dass er sich möglicherweise noch in Deutschland aufhält – möglicherweise in der Nähe von Aachen.
Der Mann war bereits 2024 vorläufig festgenommen worden, doch weitere Ermittlungen ukrainischer und deutscher Behörden konzentrieren sich seitdem auf seine Rolle in dem Netzwerk. Bisher wurden keine weiteren Verdächtigen in dem Fall öffentlich benannt oder angeklagt.
Libych ist 1,90 Meter groß, von kräftiger Statur, hat kurze schwarze Haare mit grauen Strähnen und trägt einen Ziegenbart. Ein aktuelles Foto ist auf der Website des Bundeskriminalamts einsehbar. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich bei Hinweisen an das Zollfahndungsamt Essen unter der Telefonnummer +49 (0)201 1028 2322 oder per E-Mail an [email protected] zu wenden.
Sein Fall wird am 25. Februar 2026 um 20:15 Uhr in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst vorgestellt. Die Ausstrahlung soll dazu beitragen, durch Hinweise aus der Bevölkerung seine Ergreifung zu ermöglichen.
Die Fahndung nach Libych läuft auf Hochtouren, federführend koordiniert von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und dem Zollfahndungsamt Essen. Wer ihn sieht, wird dringend aufgefordert, sich nicht selbst zu nähern, sondern umgehend Meldung zu erstatten. Die Ermittlungen zur illegalen Fabrik und den finanziellen Auswirkungen des Falls dauern an.
