Gefälschte Papiere und illegale Arbeit: Vietnameser in Nagelstudio aufgeflogen
Johanna AlbrechtGefälschte Papiere und illegale Arbeit: Vietnameser in Nagelstudio aufgeflogen
Ein 23-jähriger Vietnameser ist in Borken bei der illegalen Arbeit in einem Nagelstudio aufgeflogen. Die Behörden stellten fest, dass er gefälschte Dokumente verwendet hatte, um die Anstellung bei der Arbeitsagentur zu erhalten. Der Fall hat nun ein Strafverfahren gegen ihn zur Folge.
Der Mann legte eine beschädigte Krankenversicherungskarte mit einem Foto vor, das nicht zu seinem Aussehen passte. Dennoch behauptet die Studioinhaberin, ihn gutgläubig eingestellt zu haben, da sie die falsche Identität für echt hielt.
Bei einer Routinekontrolle nahmen Beamte des Finanzkontrolldienstes für Schwarzarbeit den Mann vorläufig fest. Bei der Befragung gab er seine wahre Identität zu und gestand, ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu arbeiten und ohne Arbeitserlaubnis bei der Agentur für Arbeit zu leben.
Die Ermittlungen dauern noch an, darunter auch die Überprüfung des rechtmäßigen Besitzers der Krankenversicherungskarte. Das Arbeitsamt wird nun über seinen Abschiebestatus entscheiden.
Für das Jahr 2024 liegen bisher keine offiziellen Zahlen vor, wie viele ähnliche Fälle illegaler Beschäftigung das Hauptzollamt Münster in Nordrhein-Westfalen bei der Jobbörse aufgedeckt hat.
Dem Mann drohen nun Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung und illegaler Arbeit. Die Studioinhaberin, die jede Schuld von sich weist, könnte ebenfalls weiteren Prüfungen bei der Arbeitsagentur unterzogen werden. Die Behörden untersuchen den Fall weiter, bevor die Abschiebeverfahren abgeschlossen werden.
