19 February 2026, 02:27

Gefälschter Führerschein und illegale Schrottgeschäfte: Polizei deckt bei Razzia in Ostwestfalen schwere Verstöße auf

Ein Polizei-Lkw vor einem Gebäude mit Text, eine Ampel mit einem Mast und Drähten im Vordergrund und Bäume mit einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Gefälschter Führerschein und illegale Schrottgeschäfte: Polizei deckt bei Razzia in Ostwestfalen schwere Verstöße auf

Eine einwöchige Verkehrskontrolle in Ostwestfalen deckt schwere Verstöße auf – darunter ein Fahrer mit gefälschtem Führerschein und ein illegal arbeitender Schrotthändler

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Bei einer einwöchigen Verkehrskontrolle in Ostwestfalen wurden gravierende Verstöße aufgedeckt, darunter ein Fahrer mit einem gefälschten Führerschein und ein Schrotthändler, der seit Jahren ohne Genehmigung operierte. Im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Aktion 'Lkw und Bus' kontrollierte die Polizei 293 Lastwagen und Busse – bei fast der Hälfte gab es Beanstandungen. Sieben Fahrzeuge wurden komplett aus dem Verkehr gezogen.

Von Montag bis Freitag überprüften Beamte gewerbliche Fahrzeuge auf Autobahnen und innerhalb des Bielefelder Stadtgebiets. Dabei registrierten sie 60 kleinere Ordnungswidrigkeiten, stießen aber auch auf schwerwiegendere Vergehen. Sechs Fahrer wurden wegen Rasens erwischt, bei 19 Lkw war die Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert. Vier Fahrzeuge waren überladen, und bei vier weiteren war der digitale Tachograph manipuliert worden.

Am Dienstag stoppten die Beamten auf der Detmolder Straße einen VW LT 40-Kleinlastwagen. Der 51-jährige Fahrer aus Detmold präsentierte einen gefälschten kroatischen Führerschein und fuhr seit einem Jahrzehnt ohne gültige Fahrerlaubnis. Der Zustand des Fahrzeugs war katastrophal: Die Achsen waren defekt, und es transportierte eine ungesicherte Industriewaage. Die Behörden zogen den Wagen sofort aus dem Verkehr und leiteten Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer sowie den 53-jährigen Halter – ebenfalls aus Detmold – ein.

Weitere Nachforschungen ergaben, dass das Schrottunternehmen seit Jahren ohne die erforderliche Genehmigung arbeitete. Die Polizei geht nun von Sozialbetrug und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Betrieb aus.

Insgesamt stellten die Beamten bei 133 Fahrzeugen Verstöße fest. Bei 13 Fahrgästen war der Sicherheitsgurt nicht korrekt angelegt, 11 Lkw wiesen technische Mängel auf. In einem Fall ging es um illegale Müllentsorgung, und 19 Fahrer hatten gegen Sozialvorschriften verstoßen, etwa durch Überschreitung der Lenkzeiten.

Die Aktion führte zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Fahrer ohne Führerschein und den FahrzeugHalter. Zudem verhängte die Polizei zahlreiche Bußgelder für geringfügigere Verstöße. Der Schrotthändler muss sich nun wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten und Genehmigungsverstößen weiteren Untersuchungen stellen.