10 January 2026, 18:26

Gerhard Polts emotionaler Abschied von den Münchner Kammerspielen nach 52 ausverkauften Aufführungen

Ein älterer Mann in einem Anzug hält einen Golfschläger auf der Bühne, neben ihm steht ein weiterer älterer Mann rechts, unter Deckenlampen mit vielen Sitzplätzen darunter.

"Ende einer Ära" - Letzte Vorstellung von Polt-Play - Gerhard Polts emotionaler Abschied von den Münchner Kammerspielen nach 52 ausverkauften Aufführungen

Münchens Münchner Kammerspiele haben den Vorhang für Gerhard Polts jüngstes Stück „A scheene Leich“ nach 52 ausverkauften Vorstellungen fallen lassen. Die letzte Aufführung endete mit donnerndem Applaus, stehenden Ovationen und einem gemeinsamen Abschiedslied von Ensemble und Publikum. Mit 83 Jahren hat der legendäre Satiriker nach einem halben Jahrhundert der Zusammenarbeit vermutlich seine letzte große Produktion am Haus inszeniert.

Polts Weg an den Münchner Kammerspielen begann 1975 während einer Kabarettwoche im Werkraum. Sein Durchbruch gelang ihm drei Jahre später mit „Kehraus“, einer Produktion, die seinen Platz in der Theatergeschichte festigte. Seither prägen sein scharfer Witz und seine gesellschaftskritischen Kommentare das Programm des Hauses.

„A scheene Leich“, seit 2023 auf dem Spielplan, entwickelte sich zu einem seiner gefeiertsten Werke. Am letzten Abend sangen Publikum und Schauspieler gemeinsam – ein emotionaler Abschluss für die einjährige Laufzeit des Stücks. Intendantin Barbara Mundel würdigte Polts enormen Einfluss auf das Theater und nannte seine Beiträge „grundlegend“. Zwar könnte dies seine letzte groß angelegte Produktion an den Kammerspielen sein, doch bleibt er dem Haus in anderer Form verbunden. Zudem tritt er weiterhin an anderen Orten auf, etwa im Januar 2024 mit Josef Hader in Münchens „Lach- und Schießgesellschaft“.

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Das Ende von „A scheene Leich“ markiert einen Einschnitt – sowohl für Polt als auch für die Münchner Kammerspiele. Seine jahrzehntelange Arbeit hat das Theater geprägt, während künftige Projekte ihn im Rampenlicht halten werden. Die ausverkauften Vorstellungen und der herzliche Abschied belegen seinen anhaltenden Einfluss auf die deutsche Bühnen-Satire.