17 February 2026, 18:47

Giftige Sonnencreme: Warum Kinder und Jugendliche alarmierend belastet sind

Ein Nahaufnahme eines Baumzweigs mit grünen Blättern, eines davon hat eine weiße Substanz, möglicherweise Giftasche.

Umweltbehörde: Schädliche Substanz in Urin von fast allen Kindern gefunden - Giftige Sonnencreme: Warum Kinder und Jugendliche alarmierend belastet sind

Eine Studie des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2025 deckte besorgniserregende Konzentrationen eines fortpflanzungsschädigenden Giftstoffs bei Kindern und Jugendlichen auf. Die Untersuchungen ergaben, dass in 92 Prozent der Urinproben MnHexP nachweisbar war – ein Abbauprodukt eines nicht zugelassenen Weichmachers. Die Chemikalie steht im Zusammenhang mit einem gängigen UV-Filter in Sonnencremes.

Erste Spuren des gefährlichen Stoffs hatte die Behörde bereits zwei Jahre zuvor in Urinproben entdeckt. Im Frühling und Sommer 2025 wiesen dann nahezu alle getesteten Kinder und Jugendlichen MnHexP auf, bei manchen sogar in sehr hohen Konzentrationen. Als Hauptquelle der Belastung identifizierten die Ermittler verunreinigte Sonnenschutzmittel.

Trotz der Ergebnisse raten Gesundheitsbehörden weiterhin dringend zur Nutzung von Sonnencreme, um weißen hautkrebs vorzubeugen. Die Europäische Union hat als Reaktion strengere Grenzwerte für den Weichmacher DnHexP in Sonnenschutzprodukten festgelegt. Diese neuen Vorschriften treten jedoch erst im Januar 2027 in Kraft.

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Die Studie zeigt, wie weit verbreitet die Belastung mit MnHexP unter jungen Menschen ist, auch wenn die langfristigen gesundheitlichen Folgen noch untersucht werden. Bis die EU-Beschränkungen 2027 greifen, bleibt Sonnencreme – trotz der nachgewiesenen Verunreinigungen – ein entscheidender Schutz gegen weißen hautkrebs.