03 March 2026, 05:10

Gil Ofarims Dschungelcamp-Desaster: Warum seine Kollegen ihn komplett fallen ließen

Ein Vintage-Plakat mit einem zentralen Porträt von Eddie Foy, auf dem "The Earl and the Girl"-Event beschrieben wird.

Gil Ofarim entschuldigt sich diskret bei der Dschungelcamp-Reunion-Show - Gil Ofarims Dschungelcamp-Desaster: Warum seine Kollegen ihn komplett fallen ließen

Gil Ofarims Auftritt bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! endete nicht mit einer Rehabilitierung, sondern mit neuem Ärger. Der Sänger, der sich mit dem Dschungelcamp 2025 einen Neuanfang für seine Karriere erhofft hatte, sah sich stattdessen mit erneuter Kritik an früheren Vorwürfen und seinem Verhalten in der Show konfrontiert. Unterdessen ging sein Mitstreiter Hubert Feller überraschend als Sieger der internen Abstimmung hervor – Ofarim blieb ohne jede Unterstützung seiner Kollegen.

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Die Probleme begannen im Oktober 2021, als Ofarim ein Instagram-Video veröffentlichte, in dem er einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels Antisemitismus vorwarf. Der Angestellte, nur als Herr W. bezeichnet, soll ihn aufgefordert haben, seinen "Stern einzupacken" – eine Anspielung auf seine Davidstern-Halskette –, bevor er gefragt habe: "Haben wir denn nichts aus der Vergangenheit gelernt?" und mit "Deutschland 2025" abgeschlossen habe. Die Anschuldigung löste Empörung aus, doch Zweifel an Ofarims Schilderung blieben – lange bevor er ins Dschungelcamp ging.

In der Show wirkte Ofarim zwar ruhig und höflich, doch seine Promi-Kollegen zeigten wenig Verständnis. Im Nachgang gestand Moderator Jan Köppen ein, RTL habe es versäumt, Ofarims "fragwürdige und falsche Aussagen" während der Dreharbeiten zu hinterfragen. Auf Nachfrage wich der Sänger aus, schob Müdigkeit und Hunger als Grund für seine früheren "unglücklichen" Formulierungen vor. Seine Entschuldigungen – sowohl im Camp als auch später – wiederholten lediglich frühere Aussagen, ohne neue Klarheit zu schaffen.

Während Ofarim kämpfte, rückte Hubert Fellers emotionale Reaktion in den Mittelpunkt. Zum "Dschungelkönig" von seinen Mitstreitern gewählt, nannte er die Show "die schönste Sendung, die es gibt" und wirkte sichtbar gerührt. Ariel's anhaltende Konflikte mit Ofarim könnten sogar dazu beigetragen haben, die Sympathien in Fellers Richtung zu lenken. Ofarim hingegen erhielt in der internen Wertung keine einzige Stimme und landete auf dem letzten Platz.

Beobachter vermuten, dass Ofarims eigentliches Ziel mit der Teilnahme weniger der Sieg als vielmehr ein finanzieller Anreiz war: die Chance, Startkapital für einen Neuanfang zu verdienen. Sein Auftritt tat wenig, um die Skepsis gegenüber seinen Behauptungen von 2021 oder seinem Umgang mit den Folgen zu zerstreuen.

Das Ergebnis der Show hinterlässt Ofarims Ruf unverändert – die offenen Fragen überlagern seine Zeit im Dschungel. Fellers Sieg hingegen krönte eine Staffel, in der persönliche Auseinandersetzungen und ungelöste Zweifel im Zentrum standen. RTLs Eingeständnis redaktioneller Versäumnisse fügt dem unabgeschlossenen Fall eine weitere Ebene hinzu.