Grenzüberschreitende Großübung in Gangelt testet Katastrophenschutz mit 600 Kräften
Jakob BauerGrenzüberschreitende Großübung in Gangelt testet Katastrophenschutz mit 600 Kräften
Großübung in Gangelt: Grenzüberschreitende Katastrophenhilfe im Einsatz
Am Samstag, dem 21. März 2026, fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien probten gemeinsam den Ernstfall: einen schweren Verkehrsunfall mit gefährlichen Stoffen. Über 600 Einsatzkräfte von mehr als 30 Behörden testeten dabei die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Das Szenario sah einen Zusammenstoß zwischen einem Gefahrgut-Lkw, einem Reisebus und mehreren Pkw auf einem ländlichen Abschnitt der Kreisstraße 13 vor. Die Übung simulierte einen toxischen, ätzenden Austritt, eingeklemmte Opfer und Dutzende Verletzte. Niederländische Einheiten in Spezialschutzausrüstung sicherten die gefährliche Substanz.
Auch Drohnen kamen zum Einsatz, um die Unfallstelle aus der Luft zu erkunden. Die Kreisstraße 13, die zugleich als Umgehungsstraße für Gangelt dient, blieb für die Dauer der Übung gesperrt und wurde erst spätabends wieder freigegeben.
Veranstaltet wurde die Übung vom EMRIC-Netzwerk (Euregio Maas-Rhein Unfall- und Krisenmanagement), an der unter anderem der Kreis Heinsberg, die Städteregion Aachen, die niederländische Provinz Limburg sowie die belgischen Provinzen Limburg und Lüttich beteiligt waren. Neben Deutschland, den Niederlanden und Belgien nahmen keine weiteren Länder teil.
Die Übung wurde als Erfolg gewertet und zeigte die effektive Zusammenarbeit der Rettungskräfte in der Grenzregion. Sie festigte die grenzüberschreitenden Einsatzprotokolle und unterstrich die Vorbereitung der Region auf großflächige Schadenslagen. Nach Abschluss der Simulation kehrte der Verkehr auf der Kreisstraße 13 zum Normalbetrieb zurück.






