Münsters Museum konfrontiert mit deutschem Kolonialismus und seinen Spuren bis heute
Johanna AlbrechtMünsters Museum konfrontiert mit deutschem Kolonialismus und seinen Spuren bis heute
Städtisches Museum Münster zeigt neue Ausstellung zu deutschem Kolonialismus und seinen Nachwirkungen
Das Städtische Museum Münster präsentiert eine neue Ausstellung, die sich mit dem deutschen Kolonialismus und seinen bis heute spürbaren Folgen auseinandersetzt. Die Schau vereint historische Artefakte und zeitgenössische Kunstwerke und bietet Besuchenden die Möglichkeit, über Vergangenheit und Gegenwart zu reflektieren. Begleitend zur Ausstellung finden Studientage und Führungen für Schülerinnen und Schüler sowie die allgemeine Öffentlichkeit statt.
Der "Themenraum Kolonialismus" öffnet am 8. und 9. Oktober von 10 bis 14 Uhr speziell für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, doch Studierende der Universität Münster stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Für vertiefende Gruppendiskussionen und kreative Projekte kann im Anschluss ein weiterer Termin wahrgenommen werden – hierfür ist jedoch eine vorherige Buchung per Telefon oder E-Mail nötig.
Eine öffentliche Führung durch die Ausstellung findet am 11. Oktober um 16 Uhr statt, der Eintritt beträgt fünf Euro (ermäßigt drei Euro). Die Veranstaltung fällt in die letzten Tage einer weiteren Ausstellung, "Pan Walther (1921–1987) – Sara-la-Kȃli", die am 12. Oktober endet. Zudem wird ab dem 10. Oktober ein Foto vom ersten Jugendflugwettbewerb Nordrhein-Westfalens gezeigt, der zu Ehren von Ferdinand Eimermacher ausgetragen wurde.
Auch andere Regionen setzen sich mit der kolonialen Vergangenheit auseinander: Schleswig-Holstein hat etwa das Programm "Koloniale Kontinuitäten" ins Leben gerufen und bietet Workshops in Kiel und Norderstedt an. Stuttgart widmet sich unterdessen der Nachkriegs- und Polizeigeschichte, etwa mit Veranstaltungen wie "STUTTGART, Shmuel-Dancyger-Platz²". Weitere Studientage sind für Dezember 2025 und Februar 2026 geplant – nähere Informationen gibt es auf der Website des Museums.
Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm bieten eine strukturierte Auseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus. Durch Studientage, Führungen und kreative Workshops sollen sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die breite Öffentlichkeit angesprochen werden. Weitere Termine sind in Planung, um den Dialog und das Lernen nachhaltig zu fördern.






