Großrazzia in Krefeld und Gladbach deckt Mindestlohnverstöße und Sozialbetrug auf
Nico MeyerGroßrazzia in Krefeld und Gladbach deckt Mindestlohnverstöße und Sozialbetrug auf
Gemeinsame Razzia in Deutschland deckt Arbeitsrechtsverstöße und möglichen Betrug auf
Bei einer gemeinsamen Aktion in Deutschland sind zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht sowie mögliche Betrugsfälle aufgedeckt worden. Zoll- und Polizeibeamte in Krefeld und Borussia Mönchengladbach führten am 9. Februar 2026 Kontrollen durch. Die Maßnahme war Teil einer europäischen Initiative zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Bekämpfung grenzüberschreitender Straftaten.
Die Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld arbeitete dabei mit der Polizei Gladbach zusammen. Im Rahmen der Operation wurden 26 Arbeitgeber und 32 Beschäftigte überprüft. Die Kontrollen förderten eine Reihe von Unregelmäßigkeiten zutage.
Vier Unternehmen hatten die gesetzlich vorgeschriebene Sofortmeldung von Beschäftigungsverhältnissen nicht vorgenommen. In einem weiteren Fall bestand der Verdacht auf illegale Arbeitnehmerüberlassung. Zudem wurden fünf mögliche Fälle von Sozialleistungsbetrug identifiziert.
Drei Arbeitgeber stehen im Verdacht, ihre Mitarbeiter unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt zu haben. Neun weitere Fälle deuten auf Lohnvorenthaltung oder Untreue hin. Die Aktion erfolgte im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Initiative, die Verkehrspolizeikräfte auf dem Kontinent vernetzt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und grenzüberschreitende Verstöße zu ahnden.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Gladbach wird die Erkenntnisse nun vertieft prüfen.
Die Razzia vom 9. Februar brachte mehrere Verstöße gegen Arbeitsgesetze sowie finanzielle Unregelmäßigkeiten ans Licht. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob es zu Anklagen kommt. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Arbeitsvorschriften durchzusetzen und Betrug in der Region zu bekämpfen.
