Guido Cantz’ Trump-Witz wird zur peinlichen Realität – und der Ex-Präsident fordert den Friedensnobelpreis
Johanna AlbrechtGuido Cantz: Trump lässt Satiriker alt aussehen - Guido Cantz’ Trump-Witz wird zur peinlichen Realität – und der Ex-Präsident fordert den Friedensnobelpreis
Ein Witz des deutschen Komikers Guido Cantz über Donald Trump und den Friedensnobelpreis ist auf unerwartete Weise Wirklichkeit geworden. Vor Jahren scherzte Cantz, Trump könnte sich den Preis notfalls mit Gewalt nehmen, wenn man ihn ihm verweigere – jetzt hat der ehemalige US-Präsident tatsächlich Schlagzeilen gemacht, weil er sich darüber beschwert, ihn nie erhalten zu haben.
Während seiner Amtszeit behauptete Trump wiederholt, er habe acht Kriege beendet. Dennoch wurde er nie für den Friedensnobelpreis nominiert. Kürzlich richtete er eine Nachricht an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und fragte, warum ihm die Ehre versagt geblieben sei.
Cantz hatte einst gewitzelt, Trump würde sich den Preis schlichtweg nehmen, falls das Komitee ihn ablehne. Der Komiker merkte auch an, wie schwer es sei, mit Trumps häufigen provokanten Äußerungen Schritt zu halten – Satire über ihn sei oft nur von kurzer Haltbarkeit. Die meisten Witze, so Cantz, wirkten schon nach wenigen Tagen überholt. Den jüngsten Austausch löste Trump aus, als er Støre wegen der Nobelpreis-Absage eine Nachricht schickte. Dies geschah mitten in einem anhaltenden Streit über US-Anprüche auf Grönland, was der ungewöhnlichen diplomatischen Auseinandersetzung eine weitere Ebene verlieh.
Trumps Botschaft an den norwegischen Regierungschef hat alte Witze über seine Ambitionen wiederbelebt. Der Vorfall zeigt, wie seine Aussagen – ob ernst gemeint oder satirisch – oft die Grenze zwischen Humor und Realität verwischen. Bisher hat das Nobelkomitee nicht auf seine Behauptungen reagiert.
