Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching

Nico Meyer
Nico Meyer
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.Nico Meyer

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching

Rund 450 Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen die bevorstehenden Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Die Kundgebung wurde von einem breiten Bündnis aus 58 Gruppen organisiert, darunter Klimaaktivisten, Kirchen und politische Parteien. Im Mittelpunkt stand die geplante Verbringung von Atommüll in Castor-Behältern von Forschungszentren zu einem Zwischenlager.

Die Proteste richteten sich gegen Lieferungen aus dem Forschungszentrum Jülich, Garching und Berlin, die alle für das Zwischenlager in Ahaus bestimmt sind. Die Behörden haben bereits 152 Behälter aus Jülich genehmigt, zudem sind zwei weitere Transporte aus Garching freigegeben. Ob Berlin tatsächlich betroffen ist, geht aus öffentlichen Unterlagen nicht hervor, und eine Gesamtzahl für alle drei Standorte wurde nicht bekannt gegeben.

Genauere Zeitpläne und Routen für die Transporte wurden nicht veröffentlicht. Allerdings wurden rechtliche Hürden ausgeräumt, nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 2. März 2026 eine Beschwerde abgewiesen hatte. Damit ist der Weg für die Transporte frei, die möglicherweise bereits nächste Woche beginnen könnten. Aktivisten befürchten nun, dass der erste Transport aus Jülich noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen am 26. März starten könnte.

Kritiker monieren, dass die Verlegung von Atommüll zwischen vorübergehenden Lagern nicht sinnvoll sei. Sie verweisen auf das Fehlen eines Endlagers als zentrales Problem in der anhaltenden Debatte über die Entsorgung von Atommüll.

Die Demonstration in Ahaus spiegelt den wachsenden Widerstand gegen den Transport radioaktiver Stoffe wider. Mit der Klärung der rechtlichen Fragen sind die Vorbereitungen für die Transporte nun abgeschlossen. Die Protestierenden fordern weiterhin mehr Transparenz und eine langfristige Lösung für die Lagerung von Atomabfällen.

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