Inter-Star gibt den Traum vom WM-Titel noch nicht auf
Yann Aurel Bisseck hat nach einer Saison voller Höhen und Tiefen die WM 2026 fest im Blick. Der Verteidiger von Inter Mailand, der mit 17 sein Bundesliga-Debüt gab, strebt nun einen Platz im Kader der deutschen Nationalmannschaft für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko an. Sein Weg war bisher von Verletzungssorgen, dem Gewinn der italienischen Meisterschaft und einem seltenen Länderspieleinsatz geprägt.
Ein schwerer Rückschlag ereignete sich für Bisseck im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain. Als Einwechselspieler musste er nach nur neun Minuten mit einer Oberschenkelverletzung wieder vom Platz. Diese Verletzung war ein weiterer Dämpfer nach vorherigen Problemen, doch der 25-Jährige kämpfte sich zurück in die Stammelf von Inter Mailand. Insgesamt kam er in der Saison auf elf Pflichtspieleinsätze für den Klub.
Auf internationaler Ebene bleibt seine Erfahrung begrenzt. Bisher absolvierte er nur ein Länderspiel für die A-Nationalmannschaft – im März, als er in der Nations-League-Viertelfinalpartie gegen Italien (3:3) für einen verletzten Mannschaftskollegen einsprang. Dennoch hält Bundestrainer Julian Nagelsmann die Tür für ihn offen. Obwohl Bisseck nicht für die aktuelle WM-Qualifikation nominiert wurde, versicherte ihm Nagelsmann, dass er weiterhin im Rennen für die WM 2026 sei.
Nagelsmann, der seit September 2023 im Amt ist, erhielt bereits zweimal eine Vertragsverlängerung – zunächst bis zur WM 2026, dann bis zur EM 2028. Seine langfristige Perspektive bedeutet, dass er entscheiden wird, ob Bissecks Leistungen im Verein und seine mentale Stärke für eine Nominierung ausreichen. Der Verteidiger zeigt klaren Willen: Nach dem Gewinn der Serie A vor eineinhalb Jahren will er nun auch eine WM-Teilnahme in seiner Karriere verzeichnen.
Ob Bisseck den Sprung zur WM schafft, hängt davon ab, ob er sich bei Inter Mailand behaupten und seine Fitness unter Beweis stellen kann. Mit Nagelsmanns langfristiger Planung hat der Abwehrspieler Zeit, sich für eine Nominierung zu empfehlen. Derzeit liegt sein Fokus darauf, im Verein zu überzeugen und verletzungsfrei in Richtung Turnier 2026 zu arbeiten.
