Italienische FS stellt Deutsche Bahn im Fernverkehr auf die Probe
Italienische Staatsbahn will deutschen Fernverkehr aufmischen Die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato Italiane (FS) steigt in den deutschen Fernverkehrsmarkt ein und will damit die Vorherrschaft der Deutschen Bahn herausfordern. Geplant ist der Einsatz von bis zu 50 Hochgeschwindigkeitszügen, mit denen FS einen beträchtlichen Marktanteil erobern will. Die modernen Züge sollen ab Ende 2026 schrittweise eingeführt werden, zunächst auf Strecken wie München–Mailand. Bis 2028 könnte das Angebot auf Verbindungen wie Mailand–Berlin ausgeweitet werden. Der Vorstoß dürfte den Wettbewerb verschärfen, da die Deutsche Bahn derzeit rund 95 Prozent des Marktes kontrolliert. Mit der Tochtergesellschaft Netinera ist FS bereits im deutschen Regionalverkehr aktiv und verfügt so über eine wichtige Ausgangsposition. Auch der Konkurrent Flix, der ebenfalls gegen die Deutsche Bahn antritt, wird durch den Einstieg von FS in den Fernverkehr unter Druck geraten. Der geplante Einsatz von bis zu 50 Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland könnte die Fernverkehrslandschaft grundlegend verändern. Durch die Nutzung der bestehenden regionalen Präsenz will FS Reisenden modernere und effizientere Alternativen bieten – und so den Wettbewerb beleben sowie die Marktführerschaft der Deutschen Bahn infrage stellen.
