26 January 2026, 18:42

Jobabbau in NRW erreicht dramatische Ausmaße – IG Metall warnt vor industrieller Krise

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IG Metall verliert Mitglieder in NRW - Jobabbau in NRW erreicht dramatische Ausmaße – IG Metall warnt vor industrieller Krise

Deutschlands Industrie steht vor schweren Herausforderungen: Jobabbau bei großen Unternehmen nimmt dramatisch zu. Besonders hart trifft es die Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen (NRW), wo die Krise wachsende Ängste schürt. Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW, warnt, die Lage spitze sich weiter zu – jeden Monat verschwinden Tausende Arbeitsplätze.

Alleine im Metall- und Elektrosektor in NRW gehen monatlich rund 2.100 Stellen verloren. Dieser kontinuierliche Abbau beschleunigt den Rückgang der IG-Metall-Mitgliederzahlen: Im frühen Jahr 2024 sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent. Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat die Gewerkschaft in der Region etwa 100.000 Mitglieder verloren.

Zwar konnte die IG Metall 2023 in NRW noch 15.746 neue Mitglieder gewinnen – doch dieser Zuwachs reichte nicht aus, um die 24.382 Austritte, 7.307 Todesfälle und sonstige Abgänge auszugleichen. Der jährliche Mitgliederschwund liegt nun bei 2,9 Prozent, nach zuvor durchschnittlich ein bis zwei Prozent. Giesler fordert dringendes Handeln: Die Politik müsse bei öffentlichen Aufträgen stärker auf regionale Wertschöpfung setzen und Planungsverfahren beschleunigen. Zudem plädiert er für höhere Investitionen in die Infrastruktur, um Industriearbeitsplätze zu sichern und den Wandel zur grünen Wirtschaft zu unterstützen. Die Arbeitgeber müssten in NRW investieren, statt weiter Stellen abzubauen, so Giesler. Unternehmen wie Ford Deutschland oder die Stahlsparte von Thyssenkrupp haben bereits massive Entlassungen angekündigt. Ohne Gegenmaßnahmen bleibe die Jobperspektive in allen Branchen NRWs düster, warnt der Gewerkschafter.

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Der Mitgliederschwund der IG Metall spiegelt die tiefere Krise im industriellen Kernland Deutschlands wider. Angesichts steigender Arbeitsplatzverluste und wachsender Unsicherheit zielen Gieslers Forderungen nach politischen Kurskorrekturen und unternehmerischen Verpflichtungen darauf ab, die Wirtschaft der Region zu stabilisieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Schritte die Abwärtsspirale stoppen können.