Junge Union fordert Entmachtung Baerbocks in der Außenpolitik
Lukas Brandscheid, Vorsitzender der Jungen Union (JU) in Hessen, hat gefordert, dass das Bundeskanzleramt die Verantwortung für die deutsche Außenpolitik von Annalena Baerbock übernehmen soll. Dies folgt auf seine Kritik an der Außenministerin, der er "historisch unangemessene und politisch leichtsinnige Äußerungen" vorwirft. Brandscheid berichtete der politischen Leitung des Auswärtigen Amts, Baerbock habe die politische Kontrolle über ihr Ressort verloren. Er argumentierte, ihr Handeln habe das Außenministerium zu einem "Kommunikationsrisiko" werden lassen. Unterdessen kritisierte Kevin Gniosdorz, Landesvorsitzender der JU in Nordrhein-Westfalen, Baerbock dafür, trotz der Schilderungen über die Zerstörungen in Syrien keine klare Regierungslinie bei der Rückführung von Geflüchteten vorzugeben. Angesichts der widersprüchlichen Signale der Ministerin forderte er mehr Klarheit in der Außenpolitik. Beide JU-Vertreter äußerten Besorgnis über Baerbocks Umgang mit der Außenpolitik. Sie verlangten eine deutlichere Positionierung der Bundesregierung in zentralen Fragen – Brandscheid schlug vor, dass das Kanzleramt hier die Führung übernehmen solle.
