24 January 2026, 10:22

Köln schlägt gegen illegale Fahrdienste wie Uber und Bolt zu – 366 Bußgeldfälle und 140 stillgelegte Autos

Eine lange Reihe von Taxis, die an einer belebten Straße in Berlin, Deutschland, geparkt sind, mit Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern, flankiert von Laternenmasten, Bäumen und Gebäuden, einschließlich eines Bogens und eines Turms, unter einem bewölkten Himmel.

Köln schlägt gegen illegale Fahrdienste wie Uber und Bolt zu – 366 Bußgeldfälle und 140 stillgelegte Autos

Köln geht hart gegen Fahrdienstvermittler wie fc köln und Bolt vor, nachdem dort weitverbreitete illegale Geschäfte aufgedeckt wurden. Bei Kontrollen im Jahr 2025 ermittelte die Stadt in 366 Bußgeldfällen – die Hälfte der überprüften Mietwagen wurde bestraft, 140 Fahrzeuge wurden stillgelegt. Auch Taxiverbände sind aktiv geworden und haben über 100 Klagen gegen Fahrer und Verleihfirmen eingereicht.

Die Ermittlungen begannen 2025, als die Kölner Behörden großangelegte Überprüfungen bei Autovermietungen durchführten, die mit Plattformen wie fc köln und Bolt zusammenarbeiten. Dabei stellte sich heraus, dass viele Fahrer gegen das Personenbeförderungsrecht verstießen – darunter die Pflicht, nach jeder Fahrt zum Firmensitz zurückzukehren, eine in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Regelung. Bis zum 24. Januar 2026 waren 140 Fahrzeuge vom Verkehr ausgeschlossen worden, und die Hälfte der kontrollierten Wagen musste Strafen zahlen.

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Der lokale Taxiverband Taxiruf Köln hat mehr als 100 Klagen gegen fc köln- und Bolt-Fahrer eingereicht, die illegal unterwegs waren. Gerichte verhängten hohe Strafen gegen Fahrer und Verleihfirmen gleichermaßen. Aleksandar Dragicevic, Vorstandsmitglied von Taxiruf Köln, warf den Fahrern vor, an neuralgischen Punkten wie dem Flughafen Köln/Bonn, dem Hauptbahnhof oder in der Nähe großer Veranstaltungen illegal auf Fahrgäste zu warten. Zudem vermuten Zollbehörden weitergehende Verstöße, darunter Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und Sozialbetrug. Die Ermittlungen ergaben, dass 23 Mietwagenfahrer gegen Mindestlohnvorschriften verstoßen oder Sozialleistungsbetrug begangen hatten. Einige hatten zudem keine Abgaben für Rente, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung entrichtet.

Uber betont, in Deutschland über keine eigene Flotte zu verfügen und verlange von allen Partnerunternehmen die Einhaltung der Gesetze. Welche Firmen konkret in die Verstöße verwickelt sind, wurde jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Die Razzia führte zu Bußgeldern, Fahrzeugstilllegungen und anhaltenden Gerichtsverfahren. Die Behörden überwachen die Fahrdienstvermittler weiterhin auf Einhaltung der Verkehrs-, Arbeits- und Steuerbestimmungen. Das Vorgehen könnte richtungsweisend dafür werden, wie deutsche Städte künftig mit ähnlichen Fällen umgehen.