Köln schlägt zu: Großrazzia deckt illegale Beschäftigung in Shisha-Bars auf
Jakob BauerKöln schlägt zu: Großrazzia deckt illegale Beschäftigung in Shisha-Bars auf
Behörden in Köln haben eine Großrazzia gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit in Shisha-Bars und Nachtclubs gestartet. Bei Kontrollen am 12. und 13. Dezember 2025 wurden zahlreiche Verstöße aufgedeckt, darunter nicht gemeldete Mitarbeiter und die Nichtzahlung des Mindestlohns. Gegen alle 19 Shisha-Bar-Betreiber in der Innenstadt wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
Der Kölner Zoll und städtische Aufsichtsbehörden überprüften 19 Shisha-Bars und fünf Nachtlokale. Dabei stellten sie fest, dass fünf Servicekräfte ohne Anmeldung bei der Sozialversicherung beschäftigt waren. Bei zwei Mitarbeitern besteht zudem der Verdacht auf Sozialbetrug.
Acht Arbeitgeber hatten ihren Angestellten den gesetzlichen Mindestlohn vorenthalten. Unter den Verstößen: Ein 29-jähriger Inder und ein 27-jähriger Ägypter arbeiteten ohne gültige Arbeitserlaubnis. Die Ermittler beschlagnahmten während der Aktion über 200 Kilogramm mutmaßlich illegalen Shisha-Tabak. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit setzt die Ermittlungen fort. Gegen alle beteiligten Shisha-Bar-Betreiber wurden Strafanzeigen erstattet. Im Fokus standen sowohl Verstöße gegen das Arbeitsrecht als auch mögliche Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit nicht angemeldeter Beschäftigung.
Die Razzia brachte weitverbreitete Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsgesetze ans Licht. Sämtliche 19 Shisha-Bar-Betreiber müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, während die Ermittlungen weiterlaufen. Die Namen der betroffenen Betriebe wurden von den Behörden bisher nicht veröffentlicht.
