Köln schützt Vorgärten im Afrika-Viertel mit neuem Parkverbot
1 FC Köln will Vorgärten im Afrika-Viertel schützen
Die Stadt Köln plant ein Parkverbot für mehrere Straßen im Afrika-Viertel des Stadtteils Nippes, um den grünen und historischen Charakter des Viertels zu bewahren. Bisher dürfen Hausbesitzer ohne besondere Genehmigung ihre Vorgärten für Parkplätze versiegeln.
Die geplante Baunutzungsverordnung soll es Anwohnern künftig untersagen, neue Flächen zu versiegeln – es sei denn, es handelt sich um notwendige Zufahrten. Bestehende Einfahrten und Stellplätze bleiben von der Regelung unberührt. Der Kölner Ausschuss für Stadtentwicklung wird die Pläne im März prüfen.
Der Haus- und Grundbesitzerverband Köln lehnt die Maßnahme ab. Er argumentiert, sie verletze das Eigentumsrecht und setze ein falsches Signal. Wie viele Vorgärten im Viertel in den vergangenen Jahrzehnten bereits Parkplätzen gewichen sind, ist nicht offiziell dokumentiert.
Die Stadtverwaltung betont, es gehe darum, das traditionelle Erscheinungsbild des Viertels zu erhalten. Weiterer Grünflächenverlust solle verhindert werden, da diese maßgeblich zur besonderen Identität des Afrika-Viertels beitrügen.
Falls die neuen Regeln beschlossen werden, ändert sich für Anwohner, wie sie ihre Vorgärten gestalten dürfen. Das Verbot zusätzlicher Parkplätze gilt jedoch nur für künftige Vorhaben. Die Stadt bleibt bestrebt, Entwicklung und den Erhalt des charakteristischen Straßenbilds im Afrika-Viertel in Einklang zu bringen.
