Minister Liminski betritt weiterhin kostenlos die Kölner Dom - Kölner Dom führt 2024 erstmals Eintrittsgeld für Touristen ein
Kölner Dom führt ab Juli 2024 Eintrittsgeld für Touristen ein
Der Kölner Dom, eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Deutschland mit rund sechs Millionen Besuchern jährlich, wird ab Juli 2024 ein Eintrittsgeld für Touristen erheben. Bisher finanzierte sich das historische Bauwerk vor allem über Spenden und andere Fördermittel. Künftig soll ein strukturiertes Eintrittssystem die Instandhaltung des Doms sichern – die genaue Höhe der Gebühr steht jedoch noch nicht fest.
Das Domkapitel kündigte die Neuerung während einer Pressekonferenz an, nannte aber keine konkreten Preise. Betont wurde, dass Gläubige und Besucher, die zum Gebet kommen, weiterhin kostenlosen Zutritt haben. Damit vollzieht der Dom einen Wandel von älteren Finanzierungsmodellen – darunter einst auch Ablasszahlungen – hin zu einer moderneren, planbaren Lösung.
NRW-Europaminister Nathanael Liminski, der die Idee ursprünglich kritisch sah, unterstützt die Entscheidung nun. Als Mitglied des Dombauvereins wird er selbst von der Gebühr befreit sein. Bei der Bekanntgabe scherzte er über die Vorteile, in Zeiten des neuen Systems katholisch zu sein.
Die Gebühr tritt im Juli in Kraft, ihre genaue Höhe ist jedoch noch offen. Touristen leisten damit einen direkten Beitrag zur Erhaltung des Doms, während regelmäßige Gottesdienstbesucher weiterhin nichts zahlen müssen. Ziel der Maßnahme ist es, die langfristige Finanzierung eines der bedeutendsten Wahrzeichen in Bundesländern zu sichern.
