08 February 2026, 16:37

Kölner Krankenhäuser unvorbereitet auf Großschadenslagen – gravierende Mängel enthüllt

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, zeigt den Aufbau des Gebäudes mit zahlreichen Drähten und Text, der die Zimmer, Flure und andere Merkmale beschreibt.

Kölner Krankenhäuser unvorbereitet auf Großschadenslagen – gravierende Mängel enthüllt

Krankenhäuser in ganz Deutschland sehen sich wachsenden Sorgen gegenüber, ob sie Großschadenslagen in Köln bewältigen können. Haushaltsengpässe und veraltete Infrastruktur haben viele Einrichtungen unvorbereitet auf Krisen wie Terroranschläge mit Massenverletzten oder Naturkatastrophen zurückgelassen. Eine aktuelle Umfrage in der Stadt Köln deckt gravierende Lücken in der Notfallplanung auf – von der Stromversorgung bis zu medizinischen Reserven.

Eine WDR-Recherche förderte zutage, dass zwar 40 von 53 Krankenhäusern in Köln über Notstromsysteme verfügen. Doch mehr als die Hälfte dieser Systeme hält nur drei Tage durch – ähnlich wie im Bergmannsheil Bochum, das auf fünf Dieselgeneratoren mit 72 Stunden Treibstoffreserve setzt. Selbst das könnte bei einer längerfristigen Krise in Köln nicht ausreichen.

Wassermangel stellt ein weiteres Risiko dar. Die meisten Kölner Kliniken sind vollständig auf externe Lieferungen angewiesen, nur jedes fünfte lagert einen Wochenvorrat an Flaschenwasser. Auch bei Medikamenten gibt es Engpässe: Unverzichtbare Arzneimittel sind lediglich für zwei bis sechs Wochen bevorratet. Blutreserven wären bei hohem Bedarf jedoch weit schneller aufgebraucht.

Die Notfallausbildung bleibt eine Herausforderung. Viele Häuser können Schulungen für Krisenszenarien kaum finanzieren, was die Einsatzbereitschaft beeinträchtigt. Das Bergmannsheil geht das Problem an, indem es mit der Bundeswehr kooperiert, um Personal in Notfallchirurgie zu schulen. Unterdessen planen die Kölner Kliniken einen zweistöckigen Keller als medizinisches Notfallzentrum.

Experten wie Professor Boris Augurzky schlagen ein rotierendes Lagerungssystem vor, um Medikamentenverschwendung zu vermeiden. Doch finanzielle Hürden bleiben bestehen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann räumte ein, dass es keine Mittel für die Kölner Schutzraumpläne gebe, und forderte stattdessen die Nutzung von Bundesverteidigungsgeldern. Daten zu Krankenhäusern mit Notfallbunkern sind rar – zuverlässige Aufzeichnungen fehlen seit dem Kalten Krieg.

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Die Umfrage und Warnungen von Fachleuten offenbaren gravierende Schwächen in der Kölner Krankenhausvorsorge. Ohne bessere Finanzierung, ausreichende Reserven und gezielte Schulungen könnten viele Einrichtungen bei Großschadenslagen in Köln überfordert sein. Die Politik steht nun unter Druck, Mittel bereitzustellen und veraltete Systeme zu modernisieren – bevor die nächste Krise in Köln zuschlägt.