10 January 2026, 20:22

Komiker Oleszczak polarisiert mit AfD-Unterstützung und riskiert Freundschaften

Ein Mann steht auf der Bühne und spricht vor einer Wand mit Plakaten.

Komiker Oleszczak polarisiert mit AfD-Unterstützung und riskiert Freundschaften

Komiker Wojciech Oleszczak sorgt mit seiner Unterstützung für die rechtspopulistische AfD für Aufsehen. Die Entscheidung hat persönliche Konsequenzen nach sich gezogen – darunter zerbrochene Freundschaften und Familienstreit. Trotz der Kritik beharrt er darauf, seine politische Meinung frei äußern zu dürfen.

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Wojciech Oleszczak wurde in Polen geboren und zog mit vier Jahren nach Deutschland, nachdem sein Vater gestorben war. Seine Mutter, eine polnische Agraringenieurin, fand in Deutschland nur schwer Arbeit und zog ihn und seinen Bruder allein groß, während sie in einem Pflegeheim arbeitete. Deutsch lernte er vor allem durchs Fernsehen. Später entdeckte er in kleinen Clubs sein komödiantisches Talent und schuf die Figur Marek Fis – einen provokanten Charakter, der mit derben Witzen über polnische Klischees Grenzen austestete.

Sein Durchbruch gelang ihm, als er bei Brainpool, einer Kölner Comedy-Produktionsfirma, unter Vertrag genommen wurde. Doch bald fühlte er sich in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt, was zu Depressionen und Alkoholproblemen führte. Nach einer Entzugstherapie kehrte er unter seinem eigenen Namen auf die Bühne zurück und wirkte in Heimatkrimis mit. Nun hat Oleszczak bekannt gegeben, bei der nächsten Wahl die AfD wählen zu wollen – mit der Begründung, er fürchte um die Einschränkung der Redefreiheit in Deutschland. Die Ankündigung spaltet seine Fangemeinde: Einige sind entsetzt über seine politische Haltung, andere unterstützen ihn. Die Folgen sind bereits spürbar: Er wurde aus Chatgruppen ausgeschlossen, und das Verhältnis zu Freunden und Familie hat gelitten.

Oleszczaks politische Positionierung hat eine klare Spaltung ausgelöst – sowohl in seinem Publikum als auch im privaten Umfeld. Er bleibt jedoch bei seiner Entscheidung und betont, dass ihm die freie Meinungsäußerung über alles gehe. Der Fall zeigt, wie angespannt die Debatte über politische Äußerungen in der deutschen Unterhaltungsbranche nach wie vor ist.