Kontrollierte Sprengung des Nike-Kraftwerks Ibbenbüren steht bevor – was Anwohner wissen müssen
Johanna AlbrechtKontrollierte Sprengung des Nike-Kraftwerks Ibbenbüren steht bevor – was Anwohner wissen müssen
Historisches Nike-Kraftwerk Ibbenbüren wird am Sonntag kontrolliert gesprengt
Am Sonntag, dem 22. Februar, wird ein Teil des historischen Nike-Kraftwerks Ibbenbüren durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die 1912 erbaute Anlage versorgte einst die Industrie Nordrhein-Westfalens mit Energie, steht jedoch seit 1959 still. Die Behörden haben nun strenge Sicherheitsvorkehrungen für die Aktion bekannt gegeben, darunter Evakuierungen und Straßensperren.
Betroffen von der Sprengung sind der Kamin des Kraftwerks, die Rauchgasentschwefelungsanlage sowie die Entstickungsanlage. Die Detonation ist für etwa 11:00 Uhr geplant; nach anschließenden Sicherheitskontrollen könnte das Gebiet voraussichtlich ab 12:00 Uhr wieder freigegeben werden. Rund 120 Einsatzkräfte werden vor Ort sein, um die Maßnahmen zu koordinieren.
Anwohner bestimmter Adressen innerhalb der Sperrzone müssen diese bis 8:00 Uhr verlassen. Straßen in und nahe der Zone werden gesperrt, wobei einige Abschnitte bis zum Stichtag noch für den lokalen Verkehr befahrbar bleiben – allerdings gilt bis dahin eine "Nur-Anwohner"-Regelung.
Für Schaulustige wird am Rand des abgesperrten Bereichs ein Veranstaltungszentrum mit einer Beobachtungsplattform eingerichtet. Taxis bringen Zuschauer zur und von der Sprengstelle. Gleichzeitig gilt an diesem Tag ein Drohnenflugverbot im Umkreis von 100 Metern um das Kraftwerk.
Die Stadt Ibbenbüren schaltet ab 7:00 Uhr am 22. Februar eine Hotline für Rückfragen: Die Nummer lautet 49 5451 931-3200. Von der Sprengung betroffen sind etwa 190 Anwohner sowie 400 Bewohner der nahegelegenen Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE).
Die kontrollierte Sprengung markiert einen weiteren Schritt beim Rückbau der einst 67 Megawatt Kohleenergie liefernden Anlage. Nach der Detonation entscheiden Sicherheitsprüfungen, wann Straßen und Zufahrten vollständig wieder freigegeben werden können. Die Behörden betonen, wie wichtig es ist, die Evakuierungs- und Flugverbotsregeln einzuhalten, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
