Lächeln oder Warnung: Neues Tempodisplay schützt Kinder in Dülmen-Merfeld
Jakob BauerLächeln oder Warnung: Neues Tempodisplay schützt Kinder in Dülmen-Merfeld
Neues ‘Kindergarten-Lächeln-Blitzgerät’ in Dülmen-Merfeld soll Sicherheit an Zebrastreifen erhöhen
An der Rekener Straße in Dülmen-Merfeld ist ein neues ‘Kindergarten-Lächeln-Tempodisplay’ aufgestellt worden, um die Verkehrssicherheit in der Nähe eines Fußgängerüberwegs zu verbessern. Das Gerät setzt auf visuelle Signale: Autofahrer, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, sehen ein grünes, lächelndes Gesicht, während zu schnelle Fahrer von einem roten, missmutigen Symbol ermahnt werden. Erst kürzlich hatten die örtliche Polizei und eine Verkehrssicherheitsberaterin an derselben Stelle eine Aufklärungsveranstaltung mit Kindern durchgeführt.
Am 28. Oktober 2023 trafen sich Polizeibeamtin Anja Maaßen und die Verkehrssicherheitsberaterin Eva-Maria Gallus mit acht Kindern aus dem St.-Antonius-Kindergarten. Gemeinsam besprachen sie am Zebrastreifen Gefahren im Straßenverkehr, die Bedeutung guter Sichtbarkeit und sichere Überquerungstechniken. Die Beamten zeigten den Kindern, wie man die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge einschätzt, und erklärten, warum parkende Autos den Blick auf den fließenden Verkehr versperren können.
Die Aktion war Teil eines umfassenden Verkehrsaufklärungsprogramms der Kreispolizeibehörde Coesfeld. Solche Initiativen richten sich an Kindergarten- und Grundschulkinder im gesamten Kreisgebiet. Während der Veranstaltung übten die Kinder unter Aufsicht das sichere Überqueren der Straße und festigten so das Gelernte direkt in der Praxis. Das ‘Kindergarten-Lächeln’-Display ergänzt diese Maßnahmen: Seine auffälligen, einfachen Symbole erinnern Autofahrer sofort daran, das Tempo zu drosseln. Der Standort wurde wegen der hohen Frequenz an Fußgängern gewählt – insbesondere von Kindern, die Verkehrsgfahren oft noch nicht vollständig erkennen.
Durch die Kombination aus Tempodisplays und praktischen Übungen soll das Risiko für kindliche Fußgänger verringert werden. Autofahrer auf der Rekener Straße erhalten nun direktes Feedback zu ihrem Fahrverhalten, während die Kinder vor Ort weiterhin lebensnahe Sicherheitstrainings durchlaufen. Die Maßnahmen spiegeln die fortlaufenden Bemühungen von Polizei und Beratern wider, besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer in der Region zu schützen.
