"Mainz bleibt Mainz": Erste Frau leitet die legendäre Rosenmontagsrevue
Johanna AlbrechtFrauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - "Mainz bleibt Mainz": Erste Frau leitet die legendäre Rosenmontagsrevue
"Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht": Rosenmontagsrevue schreibt Geschichte
Die Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht-Sitzung hat in diesem Jahr Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit fast 200 Jahren übernahm mit Christina Grom eine Frau die Leitung des Protokolls der Veranstaltung. Die traditionsreiche Revue verband wie gewohnt scharfe politische Satire mit einer Mischung aus Humor und Spektakel.
Groms Debüt als Sitzungspräsidentin brachte frischen Schwung auf die Bühne. Zu ihren satirischen Zielen gehörten Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der ehemalige US-Präsident Donald Trump. In einem besonders einprägsamen Witz schlug sie vor, im Himmel solle man die Gutenberg-Bibel nutzen, um Trumps Ego "luftleer zu pumpen".
Die Revue markierte auch Jubiläen für bekannte Gesichter: Jürgen Wiesmann feierte seinen 25. Auftritt als Ernst Lustig, die beliebte Karnevalsfigur. Daneben beendete Andreas Schmitt, langjähriger Moderator, die Sitzung in seiner traditionellen Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms.
Seit 70 Jahren ist die Veranstaltung fester Bestandteil der deutschen Karnevalskultur. Ihre unverwechselbare Mischung aus Kokolores – albernem Unsinn – und beißender politischer Kommentierung zieht weiterhin Publikum in ihren Bann. Zwar ändern sich die Themen und Zielscheiben mit der Zeit, doch der Kerngeist der Revue bleibt unverändert.
Groms Führung durchbrach eine zweihundertjährige Tradition männlicher Protokollführer. Die Show bewies einmal mehr mit ihrer Kombination aus Witz und Satire ihren anhaltenden Charme. Mit erfahrenen Darstellern und mutigen neuen Stimmen festigt die Revue ihren Platz als Höhepunkt der Karnevalssaison.
